Haris Andrea szerk.: Koldulórendi építészet a középkori Magyarországon Tanulmányok (Művészettörténet - műemlékvédelem 7. Országos Műemlékvédelmi Hivatal,)
Lukács Zsuzsa: Előzetes beszámoló a Szeged-alsóvárosi ferences kolostor kutatásáról
aus Ziegeln gefertigt) , vermuten wir, daß mit dem Abreißen der romanischen St. Peters-Kirche während der Mauerung des Chorsockels begonnen wurde, also in einem Zeitpunkt, als die Franziskanermönche das Schiff bereits in Gebrauch genommen haben (1989 haben wir das noch auf die Zeit nach der Einweihung 1503 datiert), und daß ihr Abriß auch während des Aufbaues des Turmes und des Kapitelsaales fortgesetzt wurde. (Wir nehmen an, daß das Hauptgesims der Kirche, das wir nicht untersucht haben, ebenfalls aus den umgehauenen Steinen der St. Peters-Kirche gefertigt wurde.) Früher, aufgrund der Darstellung aus dem Jahre 1713, haben wir daran gedacht, daß die St. Peters-Kirche an der Stelle des Ostflügels des Klosters stand. Die Beobachtungen bei den Wiederherstellungsarbeiten im Kloster und während der Neuausbildung des Klostergeländes bestätigten dies jedoch nicht. Trotzdem muß sie in der Nähe gestanden haben; nur so, als Ergebnis eines kontinuierlichen Abrisses, konnten ja die Trommeln des Leibungportals in einer Höhe von sechs Metern im Mauerwerk des Turmes nebeneinander geraten. Sie muß südlich der Kirche, in der Nähe der Altes-Hospital-Straße gestanden haben. Der Turm und der Kapitelsaal wurden nach der Einweihung der Kirche, zu gleicher Zeit erbaut; ihre Wände sind im Verband gesetzt. Die mittelalterlichen Turmfenster wurden umgestaltet. Im Erdgeschoß entdeckten wir die Uberreste einer aus Ziegeln gemauerten, nachträglich abgekanteten, gotischen Spitzbogentür, die von Osten her in den Turm führte. Der Vermessung der Kirche im Jahre 1713 nach öffnete sich der Eingang zum Kapitelsaal aus dem Erdgeschoß des Turmes. (Diese Öffnung wurde während der Herausbildung des Barockeinganges vernichtet.) Die zerstörten Maßwerke der Fenster des Kapitelsaales wurden am Anfang der 40er Jahre dieses Jahrhunderts aufgrund der Vermessungen Pál Molnárs von Kálmán Lux rekonstruiert. Der gotische Altar, dessen Fundament Karoly Cs. Sebestyén 1943 freilegte, befand sich im Osten zwischen den Fenstern. An den beiden Seiten des Altars entdeckten wir gotische Mauernischen mit Segmentbogenabschluß. (Mauernischen gab es auch in der westlichen Strecke der Nord- und Südwand.) Die Rippen des Gewölbes im Kapitelsaal waren aus Formziegel. Sie bekamen in der ersten Periode eine warme zinnoberrote Farbe. Die Bogenfelder wurden nur getüncht. Mit der Erforschung des Klostergebäudes begannen wir 1987/8 im Westflügel. Die planmäßige Freilegung wurde bis 1990 fortgesetzt, danach, uns dem von den Franziskanern mit großem Tempo begonnenen Bau angepaßt, der 1993 noch nicht beendet war, haben wir durch regelmäßige Beobachtungen und Fundrettungen nach der Dokumentierung und Erhaltung architektonisch und architekturgeschichtlich wichtiger Teile gestrebt. Die Publikation der späteren Freilegungen ist nicht die Aufgabe dieses Aufsatzes, auf^die Zusammenhänge, die erst nach dem Abschluß des Manuskriptes abgeklärt wurden, wollen wir doch kurz hinweisen. Die Freilegung des Westflügels bewies, daß die heisigen Hauptwände des einstöckigen Gebäudes, das wir bisher für ein barockes hielten, aus dem Mittelalter stammen. (Während des Umbaus im 18. Jh. wurden nur die inneren Trennungswände abgerissen.) Da sich das barocke Öffnungssystem zumeist nicht auf demselben Platz wie das mittelalterliche befand, ist die Fensterreiche der Westfassade, die wir aus der Vermessung von 1713 kennen, größtenteils - unversehrt oder beschädigt - erhalten geblieben. Nach der Erforschung der West- und Ostfassade stellten wir fest, daß die Fenster auf dem Stockwerk ein eigenes System bildeten: kleinere (40 cm hohe) und größere (70 cm hohe) Fenster wechselten sich regelmäßig ab. Die kleineren Fenster waren etwas höher gesetzt als die größeren. (Die