Haris Andrea szerk.: Koldulórendi építészet a középkori Magyarországon Tanulmányok (Művészettörténet - műemlékvédelem 7. Országos Műemlékvédelmi Hivatal,)

Altmann Júlianna: Az óbudai és a budavári ferences templom és kolostor kutatásai

Die Erforschung der Franziskanerkirche- und des klosters in Obuda (Altofen) und derer in der Burg Buda (Ofen) Julianna Altmann Auf dem Gebiet der Franziskanerkirchen und -klöster von Óbuda (Altofen) und der Stadt Buda (Ofen) war uns bisher nur eine partielle Forschung möglich. Beim Bau des Wohnviertels von Obuda kam auf den heutigen Grundstücken Vöröskereszt str. 14-21 ein Gebäudekomplex zum Vorschein. Der Westabschluß der kleinen einschiffigen Kirche ist uns nicht bekannt. Ihr Chor weist einen viereckigen Grundriß auf und besitzt einen geraden Abschluß. Im Chor haben wir eine Grabkammer mit Quadermauern erschlossen, die aber nur sekundäres Fundmaterial, unter anderem den Grabstein des Michael de Beez enthielt. Das Kloster zog sich nördlich der Kirche entlang, jedoch konnte nur ein kleiner Abschnitt seines Osttraktes freigelegt werden. Den einzigen Raum mit kompletten Grundriß fanden wir neben dem Chor, bei dessen Bau die früheren, aus der Römerzeit stammenden Mauern zum Teil verwendet, zum Teil umgan­gen wurden. Von der Heizeinrichtung des Osttraktes fanden wir nur einen kleinen Teil vor, wahrscheinlich war mit Ziegelpfeilern gebaut worden. Auch hier hatte man beim Bau frühere, von den Römern stammende Mauern, einbezogen. Die Kirche wurde dem Hl. Franziskus geweiht und wird erstmals im Jahre 1298 erwähnt. Ihre Bedeutung nimmt nach 1444 zu, als nur noch dieses Kloster in den Händen der Konventualen geblieben war. Seine Zerstörung kann mit den Belagerungen durch die Türken in Zusammenhang gebracht werden. Im Jahre 1533 war es schon nicht mehr bewohnbar. Der Kirche und dem Kloster in Buda, die nach dem Evangelisten Johannes genannt wurden, fiel schon infolge ihrer Lage, ihrer Nähe zum königlichen Hof, eine wesentlich wichtigere Rolle zu im Verhältnis zu den anderen Klöstern. Obwohl uns ihre genauen Gründungsdaten nicht bekannt sind, ist aufgrund in­direkter Quellen auf eine Bauzeit in den 60er Jahren des 13. Jhs. zu schließen. Der Einfluß der Franziskaner am Königshof nahm seit den 40er Jahren des 13. Jhs. immer mehr zu, was dadurch belegt wird, daß Endre III., der letzte König aus dem Hause Arpad, im Jahre 1301 hier begraben wurde. Nach 1440 fiel das Kloster an die Observanten. Auch seine Zerstörung ging einher mit den türkischen Belagerungen. Im Laufe der Türkenherrschaft wurde es zur Dschami des Paschas von Buda. Nach der Zurückeroberung bauten die Karmeliter hier eine Kirche, die später, nach der Auflösung des Ordens, zu einem Theater umgebaut wurde. Die Barockkirche wurde praktisch auf die mittelalterliche Kirche gebaut. Es gelang uns, die Mauer des Schiffes an der Nordseite auf einem längeren Ab­schnitt zu erschließen. Hier fanden wir auch einen äußeren Strebepfeiler und einen Innenpfeiler aus Quadersteinen. Ebenso fanden wir einen kleineren Teil der südlichen Schiffsmauer. Ein Triumpfbogen kam nicht zum Vorschein; der Chorabschluß war polygonal. Im Chor befand sich die Bühnenmaschine des alten Theaters und so wurde er völlig zunichte gemacht. Das Fundmaterial (ge­meißelte Steine, Grabsteine, unter welchen auch der Grabstein von Zsigmond Vémeri, des gewählten Bischofs von Zagreb, gefunden wurde) kam aus der Auf-

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