Haris Andrea szerk.: Koldulórendi építészet a középkori Magyarországon Tanulmányok (Művészettörténet - műemlékvédelem 7. Országos Műemlékvédelmi Hivatal,)
Vándor László: A Zala megyei ferences kolostorok kutatása
Die Erforschung der Franziskanerkloster im Komitat Zala László Vándor Im Gebiet des mittelalterlichen Komitats Zala war der verbreitetste Mönchsorden der der Fransiskaner. Vom 13. bis zum 18. Jh. errichteten sie hier 7 (vielleicht auch 8) Klöster und in der zweiten Hälfte des 15. Jhs. nahmen sie auch die verlassenen Paulinerklöster in ihren Besitz. Trotz allem kam die Erforschung ihrer erhalten gebliebenen architektonischen Hinterlassenschaft erst in letzter Zeit in Gang. Der Verfasser befaßte sich in den vergangenen 15 Jahren mit der archäologischen Erforschung von drei Anlagen der Franziskaner und sammelte auch die schriftlichen Dokumente zu diesem Thema. Im Laufe der Untersuchung des Klosters von Egervár trat die Tätigkeit eines Baubetriebes österreichischen Ursprungs zutage. Dieser beteiligte sich in der zweiten Hälfte des 15. Jhs. unter Verwendung von Formziegeln an den Bauarbeiten des westtransdanubischen Hochadels. Im Laufe der Erschließungen von Zalaszentgrót stellte sich heraus, daß der die Franziskaner ansiedelnde Grundherr ihnen eine Kirche aus dem 13.-14. Jh. zur Verfügung gestellt hatte, neben der sie dann ihr Kloster errichteten. Sie begannen auch, die Kirche umzubauen, doch blieb dies unvollendet. Die Erforschung des am besten erhalten gebliebenen Objektes, der Kirche von Keszthely, war vor allem in der Frage der Ansiedlung der Franziskaner und bei der Lösung der Fragen um die vor dem Bau der Kirche benutzten St. Lorenz-Kapelle behilflich. Im Gegensatz zu den vorhandenen Meinungen wird man wohl den Standpunkt vertreten müssen, daß die St. LorenzKapelle sich nicht unter dem Chor der heutigen Kirche befand, sondern mit der an der Südseite zum Vorschein gekommenen Rundkirche und ihren späteren Erweiterungen identisch ist. Es konnte festgestellt werden, daß von den Franziskanerklöstern des Komitates Zala sowohl die Gebäude der Marianer als auch die der Observanten über eigene Züge verfügen, jedoch in ihren Hauptmerkmalen nicht von dem Typ der ungarischen Franziskanerkloster abweichen. Die Klöster wurden im westlichen Teil des Komitates in einer sich rasch entwickelnden Region errichtet. Abbildungen 1. Grundriß der Kirche und des Klosters der Franziskaner von Egervár 2. Die freigelegten Grundmauern und Architekturelemente der Klosterruine von Zalaszentgrót 3. Grabplatte ohne Inschrift. Die Zeichnungen der aus dem Kloster von Zalaszentgrót stammenden Grabsteine von József Könyöki 4. Grabstein von János Béri und seiner Frau Veronika Egervári (verschollen). Die Zeichnungen der aus dem Kloster von Zalaszentgrót stammenden Grabsteine von József Könyöki 5. Zusammenfassender Grundriß der an der Südseite der Klosterkirche von Keszthely durchgeführten Erschließungen 6. Keszthely, Franziskanerkloster, G. Turco 1569. 7. Grundriß der Klosterkirche von Zalatárnok (ohne den aus neuerer Zeit stammenden Turm an der Fassade)