Pamer Nóra szerk.: Gerő László nyolcvanötödik születésnapjára (Művészettörténet - műemlékvédelem 6. Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1994)
Déry Attila: Az építészeti eklektika anyaghasználatának kérdéséhez
Zum Baustoffgebrauch des Eklektizismus Attila Déry Kritiker der eklektischen Architektur versteigen sich oft zu niederschmetternden Bezeichnungen, wie „verlogener" Baustoffgebrauch, „falsche" (pseudo-artistische) Fassaden, oder „Mörtel-Renaissance", und lassen gleichsam durchblicken, daß derartige „Unaufrichtigkeiten" von ähnlich negativen Charakterzügen der Architekten herrühren. Der Verfasser der vorliegenden Abhandlung bemüht sich nun, die wahren Beweggründe des Baustoffgebrauches zu erläutern, womit die Architekten des Eklektizismus hauptsächlich die zunehmende Luftverschmutzung (Smog) der Städte bekämpfen wollten. Da die im freien Raum stehenden Bauteile dieser schädlichen Verschmutzung immer stärker ausgesetzt waren, begannen die Architekten nach vielfältigen Versuchen neue Verfahren auf dem Gebiet der Zementmörtel, Steinbekleidungen, Steinimitationen und deren Bewahrung zu entwickeln. Die technologischen Innovationen der eklektischen Architektur wurden bisher nur geringfügig beachtet. Viele Verfahren sind bereits in Vergessenheit geraten, einige blieben durch mündliche Überlieferung erhalten. Zur Erforschung alter Technologien durchstöberte der Verfasser in und ausländische Fachzeitschriften, Preisausschreibungen und Inserate in Fachblättern sowie bautechnologische Handbücher. Das Ergebnis seiner Tätigkeit zeigt uns eine breitgeiächerte Skala bislang unbekannter Lösungen und Experimente.