Pamer Nóra szerk.: Gerő László nyolcvanötödik születésnapjára (Művészettörténet - műemlékvédelem 6. Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1994)

Vukov Konstantin: Kelet-Magyarország és Kárpátalja egyházi faépítészetének kapcsolatai

Rekonstruktion der katholischen Kirche von Lovas Ilona Schöner-Pusztai Am Nordufer des Plattensees stehen zahlreiche kleine mittelalterliche Pfarrkir­chen mit fast gleichem Grundriß und gleicher Baustruktur. Zu diesem zahlen­mäßig bedeutenden Ensemble gehört auch die römisch katholische Kirche der Ortschaft Lovas. Bis zu den 80er Jahren dieses Jahrhunderts konnte man auf den mittelalterli­chen Ursprung der Kirche nur aus dem gewölbten Chor und den Dimensionen des Grundrisses schließen. Da schon eine bescheidene Wandforschung den zuge­mauerten südlichen Eingang und die romanischen Fenster zum Vorschein brachte, wurden weitere Forschungen notwendig, die 1988 vom Archäologen Pál Rainer und 1989 vom Archäologen Csaba László und der Kunsthistorikerin Seli­sette Somorjay durchgeführt wurden. Anlaß zu all diesen Forschungen ergab sich aus der Notwendigkeit einer äußeren und inneren Renovierung infolge des äußerst schlechten technischen Zustandes der Kirche. Die Rekonstruktion bezweckte zum einen, diesem Zustand abzuhelfen, zum anderen die freigelegten mittelalterlichen Teile zur Schau zu stellen und sinnge­mäß zu ergänzen, ferner die Wiederherstellung der ursprünglichen Baumasse des Schiffes und des Chors. An Stelle des verfallenen Dachstuhls aus dem ange­henden 20. Jh. wurde ein neues Dachwerk gebaut, mit größerem Neigungswinkel und dem Wiederaufbau der abgerissenen Giebelmauern. Die mittelalterlichen Offnungen der Südfront wurden wiederhergestellt. Zwecks Unterscheidbarkeit wurden für die neuen Mauern ein vom Original abweichender Baustoff und eine andere Flächenbearbeitung verwendet. Im Kircheninneren wurden die Wandflächen gereinigt, wodurch die Reste der mittelalterlichen Wandgemälde sichtbar wurden; die Barockbemalung der östli­chen Wand wurde rekonstruiert. Zu einer neuen Kassetten decke gesellte sich die Renovierung der westlichen Orgelempore aus Molz. Die barocken Einrichtungs­gegenstände wurden bei behalten und - der heutigen Liturgie entsprechend ­ein neuer Altar entworfen. An Stelle der Sakristei aus dem 20.Jh. wurde unter Verwendung der Grund­mauern der an der Nordseite der Kirche erschlossenen gotischen Kapelle eine neue und besser proportionierte Sakristei gebaut, die mit dem Kirchenraum durch die völlig intakte gotische Spitzbogentür verbunden ist. Abbildungen 1. Anblick der r.k. Kirche von Lovas vor der Rekonstruktion 2. Kirchenchor vor der Rekonstruktion 3. Innenraum der Kirche nach der Rekonstruktion 4. Südöstlicher Anblick der Kirche nach der Rekonstruktion 5. Grundriß der Kirche 6. Anblick der Kirche vom Osten, mit der neuen Sakristei

Next

/
Thumbnails
Contents