Pamer Nóra szerk.: Gerő László nyolcvanötödik születésnapjára (Művészettörténet - műemlékvédelem 6. Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1994)
Tomáš Durdík: Batterietürme der böhmischen Burgen
rücktrat und unter dem hohen Dach noch ein Halbgeschoß für die Handfeuerwaffen. Obwohl im Rahmen dieses Beitrages eine erschöpfende Behandlung aller möglichen Beispiele unmöglich ist, sind zweifellos die Batterietürme im Rahmen der böhmischen spätgotischen Burgenarchitektur kein allzu häufig erscheinender Typus der artilleristischen Fortifikationen. Vor allem handelte es sich bei den Batterietürmen um Bauten, die viel kospieliger waren, als die übrigen Fortifikationselemente und demnach konnten sich solche Bauten nur die best situierten Bauherren erlauben. Gesetzmäßig Finden wir ihre Benützung dort, wo es die Terrainsituation unbedingt erforderte. Das markanteste Beispiel ist in diesem Sinne die nördliche Befestigung der Prager Burg. Bei den Neubauten (die Burgen Hartenstejn und Doubravská Hora) präsentieren sie eigentlich die einzigen vertikalen Elemente im Burgorganismus und vielleicht kann auch angenommen werden, der Grund ihrer Anwendung wäre darin gelegen, daß im Organismus der Burg die vertikalen Elemente immer noch vermißt wurden. Dem entspricht auch die Situierung beider Burgen auf dominanten Gipfeln, wo die Benützung artilleristischer Elemente mit Turmcharakter nicht unerläßlich war und eher den markanten Charakter der Prestige hatte. Beim Umbau der älteren Burgen mit Türmen entfiel natürlich dieser Bedarf und den Bau der Batterietürme bedingten neben den Terrainverhältnissen die Bindungen des bestehenden Burgorganismus (Krivoklát, Rábí). Die Batterietürme der böhmischen spätgotischen Burgen stellen also nur ein kleines Kapitel in der Entwicklung der artilleristischen Fortifikationen jener Zeit dar. Es geht jedoch keinesfalls um ein bedeutungsloses Kapitel, den ihr Beitrag in die Schatzkammer der europäischen Burgenarclülektur ist nicht zu übersehen und wartet immer noch auf seine volle Auswertung. LITERATUR Durdik, T. 1982 Jizní predsunutá basta hradu Cbskéhoz Sternberka - The soudiern advanced bastion of the Cesky Sternberk castle. Sborník vlastivednych prací z Podblanicka 22, 127-155. Durdik, T. 1984 Geské hrady. Praha. Durdik, T. 1990 Vyzkum stredovekych hradu v západních Cechách - Die Erforschung mittelalterlicher Burgen in Westböhmen. Zprávy CSSA, Supplément 11,55 - 66,70 - 78. Durdik, T. 1991 (iská hradní architektúra doby husitské - Die böhmische Burgenarchitektui der Hissitenzeit. Muzejní a vlastivcdná práce 29 - Casopis Spolecnosti prátel staroznitností 99, 151-164. Durdik, T. 1992 Abriss der Entwicklung der böhmischen Bingen im 15. und am Anfang des 16. Jahrhunderts - A 15. század és a 16. század eleje cseh várépítészete fejlődésének vázlata. Castrum Bene 2, 1990, 321-339. Durdik, T. 1993a Kastcllburgen des 13. Jahrhunderts in Mitteleuropa. Wien-Köln-Weimar. Durdik, T. 1993b Die Burg zebrák. Praha. Durdik, T. in Druck a From „chateau fort" to „chateau de plaissance" - development of the 14. century in Bohemia. IBI Bulletin 48. Durdik, T. in Druck b Abriss der Entwicklung der böhmischen Artilericburgfortilikationen des 15. Jahrhunderts. Castella maris baltici 2. Durdik, T. - Choiebor, P. 1992 Die Austattung der Prager Burg wählend der Regierung von Wladislaw Jagiellone - A prágai vár építészeti képe Jagelló Ulászló idején. Castrum Bene 2. (1992) 340-350. Menclová, D. 1953 Husitské opevnení Tábora. Zprávy památkové péce XIII, 65-102. Menclová, D. 1976 Ceské hrady 2. 2. Auflage. Praha. Muk, J. 1982 Táborsky hrad Hradisté ve stredoveku - Die Taborer Burg Hradisté in Mittelalter. Husit. sky Tábor 5, 165-176.