Koppány Tibor: A Balaton környékének műemlékei (Művészettörténet - műemlékvédelem 3 Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1993)

Német nyelvű összefoglaló

Aszófő und bei den Ausgrabungen der bereits erwähnten Hl. -Blasius-Kirche oberhalb Balatoncsicsó. Aus dieser Zeit haben wir teils aus schriftlichen Quellen, teils durch Ausgrabungen auch über die Wohnhäuser der Dörfer bereits viele Informationen. Die archäologisch freigelegten Bauernhäuser im einstigen Sarvaly unweit von Sümeg könnten den allge­mein verbreiteten Haustyp der bewaldeten Gebiete Ungarns repräsentieren. Diese wurden auf Steinfundament aus geschnitzten Balken erbaut, und verfügten über zwei bis drei Räume. Ahnlich könnten die allgemeinverbreiteten A dels Wohnhäuser jene un­terkellerten, aus drei Räumen bestehenden Steinbauten repräsentieren, die bei den Aus­grabungen des untergangenen Dorfes Csepely bei Nagyvázsony, aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts umgebauten Pfarrhaus in Vilonya zum Vorschein traten, und dieser Haustyp ist in Alsóörs auch heute noch zu sehen. Uber die Schlösser, die befestigten Adelswohnhäuser der Balaton-Gegend gegen Ende des 15. und am Anfang des 16. Jahrhunderts erzählen nur die Angaben in den Ur­kunden, und obwohl wir von den meisten Bauwerken wissen, wo sie liegen, konnten sie bis jetzt archäologisch nicht freigelegt werden. In Balatonendréd, Kéthely, Marcali, Öreglak und Somogytúr standen solche Schlösser, alle am Südufer des Sees. Der Familie Báthori, die bereits im Osten des Landes über ausgedehnte Länderein verfügte, fiel hier am Südufer im Komitat Somogy ein riesiges Erbgut zu. Zwischen 1490 und 1520 übten sie rege Bautätigkeit an mehreren Orten aus. Sie ließen das Bene­diktinerkloster von Somogyvár umbauen, in Kőröshegy errichteten sie für die Franzis­kaner ein neues Kloster, und in Marcali, einem ihrer Gutszentren eine neue Kirche er­richten. Alle entstanden im für die Epoche typischen spätgotischen Stil, am Kloster in Somogyvár tauchten bereits die ersten Anzeichen der Frührenaissance auf. Die italienische Renaissance, die in Europa nördlich der Alpen dank König Matthias Corvinus zuerst in Ungarn Fuß fassen konnte, hinterließ bereits zu Lebzeiten des großen Königs ihre Spuren in der Balaton-Gegend. In der Pfarrkirche von Nagyvá­zsony, die 1481 von Pál Kinizsi umgebaut wurde, ist eine gotische Sakristeitür erhalten geblieben, deren Profilierung Charakterzüge der Renaissance aufweist. Der neue Stil verbreitete sich hier - wie auch im ganzen Land - nach 1490, dem Ableben von König Matthias, unter den Jagiellonen. Von der Verbreitung der Renaissance zeugen Tür-, Tor­und Fensterrahmen oder Bruchstücke davon in den Burgen von Veszprém, Csobánc, Nagyvázsony und Sümeg im bereits erwähnten Kloster von Somogyvár, an den Kirch­toren von Kisapáti, Szentkirályszabadja und Zalaszántó, und auch in Keszthely, wo auf dem Grundstück eines Adelswohnhauses solche gefunden wurden. Der fünf Jahrhunderte lang andauernden regen Bautätigkeit setzten um die Mitte des 16. Jahrhunderts die osmanisch-türkischen Eroberungszüge ein Ende. In den südlichen Grenzgebieten des mittelalterlichen Ungarns - heute Teile Serbiens - wurden von den letzten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts an ständig Kriege gegen die sich immer wieder erneuernden osmanischen Eroberungsstreifzüge geführt. Im 15. Jahrhundert war das Land noch stark genug diese aufzuhalten, unter der machtlosen Herrschaft der Jagiel­lonen konnte sich die feudale Anarchie in dem Maße ausbreiten, daß im Jahre 1552 der Sultan Suleiman II. die Burgen im südlichen Grenzgebiet und große Teile des Landes besetzen konnte. In der Schlacht bei Mohács in Südungarn im Jahre 1526 wurde die un­garische Armee vernichtet, auch der König starb, und das einmarschierende türkische

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