Valter Ilona szerk.: Entz Géza Nyolcvanadik születésnapjára Tanulmányok (Művészettörténet - műemlékvédelem 2 Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1993)

Lukács Zsuzsa: Az ibrányi református templom kutatása és építéstörténete

Die Erforschung und die Baugeschichte der reformierten Kirche von Ibrány Zsuzsa Lukács Die Kirche hat ihre heutige Form durch mehrere Umbauungen erlangt. Die árpádenzeitliche Kirche wurde im 13. Jahr­hundert erbaut, und ist mit der Kirche von Egyházasibrány identisch, die 1324 erwähnt wird, und dessen Schutzpatron 1332 der Heilige Georg war. Dieser frühe Bau, dessen nördliche und südliche Ziegelmauer auch noch heute besteht, war eine Kirche mit geradem Chorabschluß. An ihrer Südmauer haben wir ein romanisches Fenster und manche Details des Südportals, im Norden und im Süden das Hauptgesims des Kirchenschiffes mit Sägezahndekor, im Inneren die Balkenlager der Westempore mit Holzkonstruktion, das Fundament der Ost­mauer des Chores, weiterhin die außerhalb des heutigen Chores liegenden Grundmauern der Sakristei und das Fundament des nordwestlichen Strebepfei­lers freigelegt. Um 1510 wurde die Kirche in spätgotischem Stil erweitert. Zu dieser Zeit wurden die West- und Ostmauer des Schiffes, der Chor und die Sakristei abge­brochen. Das Schiff wurde in westlicher Richtung der Höhe des romanischen Schiffes entsprechend verlängert, im Osten wurde aber in gleicher Breite wie das Schiff ein im Vergleich zum Schiff wesentlich höher Chor mit Steinrippengewöl­be errichtet, dem sich eine Sakristei, die gleichfalls bedeutend höher war als das frühere Schiff selbst, angeschlossen hat. Je ein spätgotisches Portal mit Steinrah­men hat man an der West- und Südfassade herausgebildet (wobei das südliche später, 1866, seine Proportionen verändernd umgestaltet wurde). Während der Forschungen haben wir die gotische Tür der Sakristei, östlich davon das seinem plastischen Schmuck beraubte Pastophorium (aufgrund der Abdrücke der abge­schnitzten Profile gab es über der Kielbogennische einen Giebel, mit einer Kreuzblume in der Mitte und mit je einer krabbenverzierten Fiale auf den beiden Seiten) , weiterhin die Fundamentmauern und die Abdrücke der Sakristei freigelegt. Bis 1815 hat die Kirche ihre spätmittelalterliche Form aufbewahrt; 1771 war sie bereits in schlechtem Zustand, ihr Chor war mit Balken gestützt. Der Umbau gegen 1815 hat die Masse und das Außere des Gebäudes grundlegend verädert. Damals wurden die Mauern des hohen, gotischen Chores bis zu einem gewissen Niveau abgebrochen, die Fenster des Chores weiterunten versetzt, sein Gewölbe, weiterhin der Triumphbogen und die Sakristei abgerissen. Gleichzeitig wurde das Schiff bis zu der erhaltengelassenen Höhe des Chores erhöht, und das ganze Gebäude mit demselben Dach abgedeckt. Zwischen 1844-47 baute man vor der Westfassade einen Turm. 1866, bzw. 1892­94 wurde die Kirche in eklektischem Stil umgebaut.

Next

/
Thumbnails
Contents