Icomos híradó különszám (A 37. Egri Nyári Egyetem előadásai 2007 Eger, 2007)

Himmel und bald auch des Bellevue wurden zu vielbesuchten Gast- und Vergnügungsstätten und Ziel für Landpartien des biedermeierlichen Wiens. Die Ansichten des ausgehenden 18. und des frühen 19. Jhs. zeigen daher auf den Höhen oberhalb von Grinzing einzelne Baulichkeiten, zumeist das Schlößchen am Cobenzl, die als kleine Punkte die Landschaft über den Weingärten bekrönen. Die größte bauliche Zutat war bereits ab 1629 auf dem Kahlenberg mit der Gründung der Kamaldulenser-Eremie, dem späteren Josefsdorf, und dem Bau der Kirche entstanden. Im 18. Jh. folgte der Ausbau der Kirche auf dem Leopoldsberg, wo sich ja auch die Reste der Babenberger Burg befanden. Die beiden Kirchen waren und sind seitdem die monumentalen Blickpunkte der Höhenlandschaft des Kahlengebirges. Eine bescheidene Erweiterung des Ortes Grinzing zeichnete sich mit der Errichtung von Winzerhäusern außerhalb des Ortskerns ab, an den Fahrwegen, die im Norden und Süden parallel zum Bachgraben, jedoch in überschwemmungssicherer Entfernung und in Hanglage, verliefen, so an der heutigen GrinzingerStraße-Strassergasse, die in die Straße zum Himmel überleitet, ferner am Beginn der Krapfenwaldgasse und im oberen Bereich der heutigen Cobenzlgasse in Fortsetzung des Dorfgrabens, wo Häuser in Hanglage gebaut wurden. An die Stelle des giebelständigen Streckhofs und der um Tormauern erweiterten Zwerchhöfe des 16. und 17. Jhs., deren Hausfronten häufig L­förmig angelegt waren, mit einem seitlichen Spion-Fenster, tritt bei den Neubauten des Biedermeier das traufständige eingeschossige Gassenfrontenhaus mit mittiger Einfahrt oder Eingang und einem oder zwei Seitentrakten, die den schmalen langgestreckten Hof flankieren. Verschiedene Zwischenstufen dieser Entwicklung sind durch Umbauten bei Häusern im Ottskern belegt. Hier befand sich als einziger größerer Bau ein Lesehof des Chorherrenstiftes St. Pölten, der Pöltinger Hof, der im 17. bis 18. Jh. schlößchenartig ausgebaut wurde (Himmelstraße 11). Das Gebäude soll Kaiserin Maria Theresia als Jagdschlösschen gedient haben. Wie spärlich die Besiedlung im Raum von Grinzing noch in der ersten Hälfte des 19. Jhs. war, zeigt die Darstellung im Franziseeischen Kataster von 1819. Mit dem Bau des Casinos an der Abzweigung der Krapfenwald- von der Cobenzlgasse im Jahr 1842, als Folge der zunehmenden Beliebtheit des Weinhauerortes Grinzing im Vergnügungsprogramm des Adels und des gehobenen Bürgertums, beginnt eine Entwicklung, die zur Ansiedlung wohlhabender Wiener in Grinzing und zur Errichtung größerer und höherer Wohnhäuser führte als jener der Winzer im Ortskern des Dorfes. Eine der ersten Villen ist die des Ringstraßenarchitekten Ferstel in der Himmelstraße 45, ein mehrgeschossiger Sichtziegelbau von 1864, in gotisierenden Formen des Frühhistorismus. 1871 wurde die Grinzinger Volksschule in der Managettagasse unweit der Pfarrkirche nach Entwurf Heinrich von Ferstels als zweigeschossiger strenghistoristischer kubischer Bau errichtet. Der Artaria-Plan der Vororte Döbling, Heiligenstadt, Grinzing von 1869 zeigt das Ausmaß der immer noch bescheidenen Siedlungserweiterung. Bald sollte sich die Situation aber ändern. Um 1900 weist Grinzing, nach der Eingemeindung zu Wien im Jahr 1891, eine facettenreiche Bautenszenerie auf. Jedoch: trotz zahlreicher kleinerer und größerer neuer Baulichkeiten - Villen, Miethäusern, Handwerkerhäusern und kleinen Wohnhäusern in der Art von Cottages - dominierte sein

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