Varak és kastélyok (A 25. Egri Nyári Egyetem előadásai 1995 Eger, 1995)

Előadások: - Josef Maier: Várhelyreállítások műszaki megoldásai Németországban

gen können statisch geforderte Ergänzungen so verständlich ausgeformt werden, daß die Gesamt­heit der Ruine für den Besucher sinnvoller erlebt und begriffen werden kann. Wie versuchen wir nun den konservatorischen Auftrag zu erfüllen, die überkommenen Rui­nendenkmäler in Originalität zu erhalten, den Widrigkeiten von materiellen Vorgaben und den Realitäten von Witterung, Nutzungen und bautechnischen Möglichkeiten zu begegnen? Die Viel­zahl der Ruinen, bestehend aus unterschiedlichem Material und in den Jahrhunderten ihrer Ge­schichte auf das verschiedenste entstanden und behandelt, kann nicht nach einem Schema ge­pflegt, saniert und unterhalten werden. Dennoch sollen ins Detail und in die profane Praxis gehend einige Methoden und Rezepte dargelegt werden, die sich bewähr haben. Die Erhaltung und die Sanierung von Ruinenfundamenten nehmen einen geringen Raum der Erhaltungsbemühungen ein. Entweder wurden die Fundamentssohlen auf festen Fels gegründet und dann hielten sie für Jahrhunderte bis heute oder die Fundamentgründungen in gewachsenem Boden hielten so lange, wie nicht Abbruche, tektonische Bewegungen oder Änderungen im Grundwasser die Voraussetzungen für die Standsicherheit beseitigten. Mit einem kurzen Satz ge­sagt, die heute erhaltenen Fundamente des Ruinenmauerwerks stellen eine übriggebliebene Aus­lese dar, was nicht sicher fundamentiert wurde, stürzte schon vor langer Zeit ein oder wurde aus welchem Gründen auch immer, abgebrochen und ausgehoben. Heute unsicher vorgefundene Fundamente müssen meist völlig ausgewechselt werden. Wenn Ruinenfundamente neu gegründet wurden, mußte dies meist geschehen, well auch die gesamte darüberliegende Mauer aus stati­schen Gründen nicht zu sanieren war. Zur Erhaltung und Sanierung von Ruinenmauerwerk ist die innere Beschaffenheit des Mauerwerks meist wesentlicher als die der Oberflächen. Doch soll dennoch erst von den Rui­nenmaueroberflächen gesprochen werden, da die Sanierung von Ruinenmauerwerk wegen not­wendiger Arbeitsabläufe von außen nach innen angelegt sein muß. In aller Regel waren die Mauern der Burgruinen ursprünglich geputzt und meist auch gestri­chen, Bastionsaußenflächen, Buckelquadennauern und andere Rustikamauern selbstverständlich ausgeschlossen. Die Mauerwerkstruktur war durch Putz und auch durch Überdachung vor Wit­terung und Feuchtigkeit weitgehend geschützt. Zur Beurteilung und Durchführung von Sanierungsarbeiten an Ruinenmauern, besonders aber auch zur Einschätzung ästhetisch-optischer Veränderungen historischer Mauerwerksober­flächen durch Sanierungs- und Renovierungsarbeiten ist es dienlich, sich die schrittweise Ent­wicklung unverputzt erhaltenen Ruinenmauerwerks zu vergegenwärtigen. Auf den ursprünglichen Putzen, die meist auch gestrichen waren, verloren sich die Farb­schichten schon sehr bald und auch die obersten Putzschichten des Ruinenmauerwerks wurden durch Verwitterung soweit abgetragen, daß die obersten Steinköpfe sichtbar wurden. Diese erste Verwitterungsphase vergehenden Ruinenmauerwerks prägte in der Zeit der Romantik bis heute die weitverbreitete Vorstellung von historisch rustikalem Natursteinmauerwerk an Burgruinen. Von Vergänglichkeit geprägt und oft in galoppierendem Verfall befindlich, wurden sodann nach weiterer Zeit die Mörtelfugen freigewittert, so daß die äußeren Mauersteine oft bis in die Fugen hinein frei wurden. Diese weitere zweite Verwitterungsphase der Maueraußenflächen wird bis heute selbst von Burgenliebhabern wegen der ästhetischen Struktur malerisch-wirkender Ver­gänglichkeit, aber besonders auch wegen des Status des geschichtlich fixierten Veränderungszu­standes geschätzt und zur Erhaltung empfohlen, obwohl sie schon den gleitenden Übergang bil­det zu der dritten Verwitterungsphase. Die Hohlfugigkeit des Mauerwerks geht schon bald in einen beginnenden Mauerverfall über, wenn der Mörtel in der Tiefe der Steinflugen entweder

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