Műemlékállományunk bővülése, új műemlékfajták (Az Egri Nyári Egyetem előadásai 1987 Eger, 1987)

Nováki Gyula: Őskori és középkori földvárak Magyarországon

BALÁZS DERCSÉNYI SCHUTZ DER ARCHITEKTUR DES XX. JHS. Vielleicht ist der Titel meines Vortrages verdutzend, überraschend „Der Schutz der Architektur des XX. Jhs. ", den Sie mei­nen mit Recht, daß die Architektur unseres Zeitalters weniger gefährdet ist als die Zeugnisse der früheren Jahrhunderte. We­niger Gefahr droth denen, weil diese vor Kurzem errichtet wurden, aus modernen dauerhaften Materialien, zwischen der ur­sprünglichen Funktion und der heutigen Rolle ist keine inhaltüche, wesentüche Änderung wahrnehmbar. Diese hemmen nur selten die Umgestaltung, die Entwicklung der Städte — zumindest weisen die ungarischen Beispiele darauf hin. In den vergangenen anderthalb Jahrzehnten hat unsere Denkmalpflege den Zeugnissen des XX. Jhs. mehr Aufmerksam­keit geschenkt, denn wir haben die Erfahrung gemacht, daß im Gegensatz zu den Vorangehenden, sind die architektoni­schen Werte des XX. Jhs dem Zerfall, der Gefahr der unfachmässigen Änderungen eher ausgesetzt als die Werke aus den früheren Jahrhunderten. Nachdenklich ist auch die Tatsache, daß wir nicht nur um das Los der späten historisierenden Bauobjekte und der Bauobjekte im Jugendstill besorgt sein müssen, sondern auch um das der frühmodernen, zwischen den zwei Weltkriegen errichteten Werke, die von Bedeutung sind. Ehe ich aber die Probleme der Gefahr und des Schutzes skizziere, muss ich kurz die ungarische Architektur des XX. Jhs. vorstellen, mindestens den Zeitabschnitt zwischen 1900 und 1949. Indem ich die Begriffe und die Terminologie der europäischen Architekturgeschichte benutze, kann der Ausgleich im 1867 als ein historischer Wendepunkt betrachtet werden, wonach auch in Ungarn die Romantik durch den Historismus er­setzt wird. In der ersten Zeit haben die Massenformung und die Formelemente des Quattrocento am meisten gewirkt. Mit den Merkmalen dieses Stils wurden unsere öffentlichen Gebäude, unsere Paläste der Hochadeligen wie auch die Wohnhäu­ser zustandegebracht. Vor der Mitte der 1880-er Jahre wurde der strenge Historismus durch den späteren, malerischen Historismus ersetzt, wo­bei die Dekorativität dadurch erreich wurde, daß innerhalb eines Gebäudes die Projektanten mehrere historische Stile ange­wendet haben. Die geometrische Regelmässigkeit und die Ruhe wurden durch die starkbewegte Masse ersetzt, die gliedernden Elemente sind reicher, die Ruhe der Renaissance wurde durch das Barock ersetzt, durch die vibrierende, übermässige Architektur des Rokoko. Wie wir näher zu unserem Jahrhundert gelangen, wurde es immer mehr wahrnehmbar, daß der Historismus schon fast al­les revitalisiert hat, wieder benutzt hat und die Symptome der Atemolosigkeit Hessen sich spüren. Der neue Stil, der Jugendstil, hat sich in Ungarn nach den Feierlichkeiten der 1000. Jahreswende der Landesnahme, als schon wieder alles ruhig war, gemeldet. Der Film der jetzt vorgeführt wird, möchte die Architektur Ungarns zwischen den Jahren 1896—1914 vorstellen. Wäh­rend dieser Zeit ist das Bild ziemlich zusammengesetzt, es stehen nebeneinander jene Werke, die auf den Einfluss der öster­reichischen, der deutschen, der französischen prämodernen Architektur zustandekamen, mit einer frühmodernen Strömung und mit zwei solchen Richtlinien, die den Ziel hatten eine Architektur von ungarischem Gerpäge zu erschaffen. Dieses fruchtbare anderthalb Jahrzehnt wurde aber von dem ersten Weltkrieg unterbrochen. Die wegen des verlorenen Krieges entstandene wirtschaftliche Rezession des verstümmelten landes hat dahin geführt, daß man in den 1920-er Jahren über Architektur kaum sprechen konnte und was gebaut wurde, kam mit den Merkmalen des zurückkehrenden Historismus zustande. Die schwere wirtschaftliche Lage hatten wir dem Friedensabschluss des Jahres 1920 zu verdanken; wir haben die meisten Rohmaterialquellen verloren, 4/5 unserer Wälder, wertvolle landwirtschaftliche Gebiete und Gruben waren an der ande­ren Seite der Grenze. Die sowieso schwierige Lage wurde durch die Inflation hoffnungslos und die Masse der Flüchtlinge hat die Sorgen noch schwerer gemacht, der Mangel an Wohnungen nahm zu. In Budapest brauchte man ungefähr 15 000 Woh­nungen und auf weiteren Gebieten des Landes noch 200 000 neue Wohnungen. Die Bautätigkeit war völlig gelähmt, die Preise dieser Tätigkeit waren im Vergleich zum Jahre 1914 60 — 70mal höher. Die Wiederaufrichtung der Bauindustrie, die Ingangsetzung der Wohnungkonstruktionen wurde dadurchs schwerer, daß die Unternehmer auf Massenproduktion nicht eingestellt waren, es war ein Mangel an Rohmaterialien da und die Standard­isierung blieb weg. Privatkapital für Wohnungbau war nicht da, denn es bestanden noch die Verordnungen der Kriegszeit, Requirierungsrecht, und die Mieten waren auch gebunden.

Next

/
Thumbnails
Contents