Magyar Műemlékvédelem (Országos Műemléki Felügyelőség Kiadványai 14. Budapest, 2007)
SZERDAHELYI MÁRK: Andreas Schroth (1791-1865) szobrász
XV. - Archiv, Verwaltungsakten Jahr 1828 In Folge erhaltenen hohen Auftrages sich über die Ausführung des von Sr. Ma. dem Kaiser zu errichten genehmigten Monumentes für weil den Herren Feldmarschall Grafen von Colloredo, zu äussern, hat der Unterzeichnete die Ehre, folgende unterthänigste Erklärung einzureichen. Nach den gehorsamst angeschlossenen Kosten-Überschläge A, in welchen sowohl die Kosten zur Verfertigung der Büste als auch die zur Herstellung des Postamentes durch meinem Vetter genommen sind, würden sich die sämtlichen Kosten des Monumentes nach Herabsetzung der nach dem früheren Kostenüberschlage für die Bronze-Verzierungen angetragen gewesenen 580 f CM auf 280 fl CM dann nach der Vermehrung des Betrages für den wegen Vergrösserung des Gesimses, grösser sein müssen den Marmorblock, welchen nunmehr anstatt auf 450 f auf 500 f CM zu stehen kommt. Ferner mit den Kostenbetrag per 82 f für die aus 164 Buchstabern a p. 30 x CM bestehenden Inschrift und endlich mit einem Honorar p I50 # in Gold für die Marmorbüste so zusammen also auf 862 f CM und 150 St. # in Gold zu stehen kommen. Zur Herstellung der Modellbüste hat der Unterzeichnete das Bildnis des Verstorbenen Herren FL, welches Sr. Durchlaucht der Herr Fürst Trauttmannsdorf besitzen, schon damals als er die Gyps-Büste verfertigte unter Berathung der Herren Zauner und Caucig benützt, folglich dem später ausgesprochenen Wunsche, dieses Gemälde hierzu zu benutzen entsprochen. Eine allergnädigste Bemerkung S. M. in Beziehung auf den Maltheser-Orden wird der Untertänigst bey der Ausführung gehorsamst berücksichtigen. Hinsichtlich des zur Aufstellung dieses Monumentes geeignet befundenen Platzes erlaubt sich der Untertänigst Unterzeichnete zu erinnern, dass hierzu von dem verstorbenen Grafen von Lamberg, damaligen Präsidenten der hochlöblichen k. k. Akademie dem Herren General v. Dehafsky und dem Herren Direktor v. Zauner vorzugsweise das Fenster im k. k. Zeughause, dem grossen Saale gegenüber, vorgeschlagen wurde, nach welchem Antrage das Innere dieses Fensters zu einer einfachen Nische bis zur Lichte des Fensterpfeilers umgestaltet zu werden hatte. Endlich sieht sich der gehorsamst Unterzeichnete in die Notwendigkeit gesetzt, das hochlöbliche Präsidium zu ersuchen, es wolle Hoch dieselben gefälligst sey sich für ihm zu verwenden, damit er einen Vorschuss von etwa 50 # in Gold auf die Büste und 300 f CM auf das Piedestall zur Bestreitung der bedeutenden Vorauslagen die ersten für sich und die zweiten für seinen Vetter erhalte. Wien, den 18. VI. 1828. Andreas Schroth Bildhauer Jacob Schroth XXX unterzeichnet von Franz Schroth wegen Schreibunfähigkeit seines Vaters Zeichen des Herrn Jacob Schroth in meiner Gegenwart gemacht. Johann Zayer Protocollist der k. k. A. d. b. K. XVI. - Archiv, Verwaltungsakten Jahr 1827/28, Buchstabe C (részlet, a levél nagy része számításokat és egyéb, a fizetéssel kapcsolatos adatokat tartalmaz) Schreiben des Präsidiums an den Herrn Curator Durchlauchtig hochgeborener Fürst! [...] habe ich diesen Gegenstand, dessen Forderung bisher bloss durch die, später als ich dachte, erfolgte Ankunft in Wien der den wichtigsten Theil des Monumentes ausführenden Bildhauers Andreas Schroth, welcher sich dermahlen mit Bestellungen beschäftigt zu Gran in Ungarn aufhält, verzögert wurde, nunmehr so in Gang gebracht, dass dem ehestens erfolgen könnenden Beginnen zur Herstellung des Monumentes nun nichts mehr im Wege steht. [...] Was die Kosten für die Marmorbüste betrifft, so ist es bei dem früheren Betrage von 150# in Gold geblieben. Nach diesem Ausweise kommt es demnach von der E. D. von Seite Sr. Exz. des H. Finanzministers mit Note vom 16. April d. I. J. [...] Damit die beyden Bildhauer Andreas und Jakob Schroth die ihnen allergnädigst übertragene Bestellung leisten können, bitte dieselben in der gehorsamst unter samt dem neuesten Kostenüberschlage angeschlossene Bittschrift um die nötigsten Geld-Vorschüsse zur Deckung ihrer Vorauslagen. Diese Geld-Vorschüsse belaufen sich für Andreas Schroth, welcher die Marmorbüste zu machen hat, auf 50# in Gold oder nach der von dem Herrn Finanzminister angenommenen Berechnung auf 225 f CM und für das den Fussgestell verfertigenden Bildhauer Jakob Schroth auf 300 f CM. Summa 525 f CM. Diese Bitte scheint bei dem Umstände, dass die Bittsteller die zur Herstellung des Monumentes erforderlichen Geldvorauslagen nicht besitzen, billig zu seyn. E. D. dürften sich demnach gnädigst bewogen finden, den angesuchten Vorschuss unter den diesfalls bestehenden Vorsichts-Massregeln zu bewilligen. XVII. - Archiv, Verwaltunsakten, Jahr 1829/30, Buchstabe C Vom Präsidium die Akademie, 8. November 1829, Ellmaurer an Metternich Durchlauchtig hochgeborener Fürst! Ich habe Euer Durchlaucht in einem von mir ein am 18ten Juli 1828 erstatteten Berichte die ehrfurchtsvolle Anzeige gemacht, dass damals die Verhandlungen in Betreff der dem verstorbenen Herren FM Grafen v. C. auf allerhöchsten Befehl in dem k. k. Zeughaus zu errichtenden Monument so weit gediehen waren, dass die Kosten-Überschläge nach einer bedeutenden Verminderung zu früher angenommenen von der k. k. allgemeinen Hofkammer bereits liquidierten Kostenbeträge auf den Gesamtbetrag von 1762 f1 CM festgesetzt wurden, Die Bildhauer Andreas und Jakob Schroth von welchem ersterem die Verfertigung der Büste aus Carrara-Marmor für den accordierten Preis von 150 Stück #-in Gold und dem letzteren die Verfertigung des Bussgestelles aus RanaMarmor für den accorierten Betrag von 862 f CM übertragen wurde, konnten demnach diese ihre Werke im Verlaufe des Jahres 1828 zu machen anfangen. Beyde Bildhauer erklärten jedoch in einer E. D, mit meinem oben erwähnten Vortrag gehorsamst unterlegten Bittschrift, dass selbe die Vorauslagen zu bestreiten ausserstande seyen, und bathen um einen Vorschuss, Andreas Schroth um den Betrag von 50 # in Gold zur Anschaffung des Marmorblockes und Jakob Schroth um den Betrag von 300 fl CM zu gleichem Zwecke. Beyde Bildhauer erhielten die Vorschüsse um welche sie ansuchten aus der akademischen Aushülfskasse, welche angewiesen war, die besagten von der Hofkammer bereits liquidierten Kosten-Beträge ex (ex camerali) zu beheben. Nunmehr haben beide ihre Werke vollendet. Von diesen liess ich die Büste einstweilen in der Abteilung der Bildhauer-Werke der mit der akademischen Kunsthandlung verbundenen permanenten Kunstausstellung aufstellen. Das Fussgestell hingegen liess ich wegen seiner Schwere und im Einverständnisse mit dem Wiener Artillerie-Districts-Commando im Militär-Zeughause einstweilen unterbringen, da die ordentliche Aufstellung des ganzen Monumentes wegen einer später erst als unumgänglich nothwendig anerkannten, leider aber nicht mehr zu Stande gebracht werden könnenden Untherstützungsmauerderfür das Monument bestimmten Stelle gegenwärtig nicht stattfinden kann. Nunmehr bitten aber die Bildhauer dringend um die Verabfolgung der ihnen von der accordierten Honorar noch zukommenden Theilbeträgen welche für den Andreas Schroth 100 St. # in Gold und für den Jakob Schroth 552 f CM ausmachen. Beyde Bildhauer sind in sehr beschränkten Vermögensumständen und der eine ist in Gran bei Kirchenbaue beschäftigt, konnte mit der Büste nur auf sehr kurze Zeit hierher kommen und soll je eher je lieber von hier wieder zu seiner Arbeit zurück. E. D. dürften sich demnach gnädigst geneigt finden, den genannten zwey Bildhauern die ihnen noch zukommenden Honorartheilbeträge von 100 # in Gold und 562 fl CM einstweilen auf die akad. Aushülfskasse gnädigst anzuweisen. Dass diese Beträge der genannten Kasse ex camerali werden, unterliegt keinem Zweifel. Ich behalte es mir übrigens vor, E. u. das zur Aufstellung des Monumentes im Militär-Zeughause weiter Nöthige erfurchtsvoll anzuzeigen, so bald die hierzu nöthigen Vorarbeiten von Seite des hiesigen Artillerie-Districts-Commandos eingeleitet werden können.