Magyar Műemlékvédelem 1967-1968 (Országos Műemléki Felügyelőség Kiadványai 5. Budapest, 1970)

Tanulmányok - Román András: Gondolatok a budapesti városkép alakulásáról

sú fény remekül kiemeli az architektonikus eleme­ket, az egész műemlék szabályos szépségét. Granasztói Pál és Polónyi Károly egy évtizeddel ezelőtt ezt írta a budapesti városképről: 11 ,,Az elmúlt években sokat eltékozoltunk abból, amit örökségül kaptunk: a város évről-évre csúnyább, elhanyagoltabb lett." Azóta sok jó történt, s nem egy hiba is. Apoltabb, gondozottabb a főváros, itt is, ott is kikerekedett a városkép — de a tévedé­sek is szaporodtak. Márpedig egy olyan városkép rovására, mint a budajiesti, nem lenne szabad tévedni. Elgondolkoztató, hogy a városképi hibák zöme a legutolsó évekből származik, bár az is igaz, hogy ebben talán a nagy számok törvénye érvé­nyesül, s az építőkedv fellendülésének velejárója. Az imént idézett mű a városszépítő munka meg­indítását sürgette. Ma, hogy ezen már túl vagyunk, az óvatossági körültekintésre, a nagy-nagy felelősségtudatra kell apellálni. Sohasem fogják generációnknak megbocsátani, ha ilyen lehetőségek mellett nem leszünk hasznára a városképnek. Bizton remélhető, hogy erre a megbocsátásra nem lesz szükség. 12 Román András (i.WKKX ÜBER DIP ENTWICKLUNG DES STADTBILDES VON BUDAPEST Das heutige Stadtbild der ungarischen Städte entstand im allgemeinen um das Ende des 19. bzw. den Anfang des 20. Jh. Wir haben es ebenso als Erbe übernommen, wie die Denkmäler, und deshalb ist das historisch ent­standene Bild der Städte als ein einheitlicher Denkmal­kon íj )le X auf z il fassen . In der Denkmalpflege gewinnt die Erhaltung von Ensemblen weltweit an Bedeutung, mehr und mehr tritt die Konservierung ganzer Städte und Stadtteile in den Vordergrund. Von den 13 unter Schutz gestellten Stadtkernen Ungarns wurde in einigen die Rekonstruk­tion bereits in Gang gesetzt, und für die systematische Bewahrung des Stadtbildes wurde auch bei solchen Stadtzentren Sorge getragen, deren Instandsetzung noch kaum oder überhaupt nicht in Angriff genommen werden konnte. Man könnte wohl kaum behaupten, daß die Denkmalpflege mit der Gestaltung — mit der Ent­wicklung oder dem Verfall — der Stadtbilder von Städ­ten wie Debrecen, Kecskemét, Magyaróvár, Baja, Gyön­gyös und noch vieler anderer Städte, vor allem aber des Stadtbildes von Budapest, nichts zu tun hätte. Dem ist jedoch nicht so, zumindest nicht rechtmäßig. Die Gestal­tung des Gesamtbildes der Burg von Buda und des Burgviertels von der Donauseite ist Gegenstand der Denkmalpflege, denn das Burgviertel steht unter komp­lexen Denkmalschutz — das Panorama von Pest, wie man es von der Fischerbastei aus sieht, gehört nicht dazu. An sieh wäre dies kein Nachteil, denn der Schutz des Stadtbildes wäre auch außerhalb des Wirkungs­bereichs der Organe für Denkmalpflege zu lösen, wenn die Baubehörden den jeweiligen Bauvorhaben keinen Raum ließen. In der vorliegenden Arbeit wird die Frage erörtert, wie weit es seit der Befreiung Ungarns gelungen ist, die Gestaltung des Stadtbildes in richtige Bahnen zu leiten. Vor allem muß klargestellt werden, was man unter Stadtbild zu verstehen hat. Jene Gebäude, Bauwerke, Reliefelemente, Grünflächen, Straßen und Plätze werden als Komponenten des Stadtbildes qualifiziert, welche in den Hauptansichten der Stadt eine Rolle spielen. Was aber ist unter Hauptansicht zu verstehen? Ansichten von jenen Stellen, wo die Mehrheit der Einwohner verkehrt, welche von den Touristen am meisten frequentiert wer­den. Deshalb bilden die Hauptstraßen, die wichtigeren Plätze, die durch den Fremdenverkehr stark besuchten Stellen, ferner die Innenstadt, die City, wesentliche Teile des Stadtbildes. Andererseits gehören die Wohn­viertel von nur örtlicher Bedeutung, ferner die Randbe­zirke, Industrieanlagen usw. nicht zum Stadtbild. Indessen lassen sich nicht nur Stadtteile, sondern auch ganze Städte überblicken. Nähert man sich einer kleineren Siedlung, so ei'blickt man ihre gesamte Si­lhouette. Bei einer so großen Stadt wie Budapest läßt sich von einer einzigen Stelle aus die Silhouette nicht betrachten. Dank ihrer günstigen tonogranhischen Lage besitzt Budaoest aber eine Reihe allgemein bekannter, wichtiger Aussichtspunkte, von denen aus zwar nicht das ganze Panorama, aber eine breite zusammenhängende Szenerie überblickt werden kann. Von der Fischerbastei, vom Berg I rármashatárhegy, vom Gellertberg aus werden auch verborgen gelegene Gebäude sichtbar, die durch ihre Ausmaße, ihre Masse und vor allem durch ihre Höhe aus dem Stadtgewebe hervorragen. Auf diese Weise wird ein Hochhaus zum Stadtbildelement, nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in den Randbezirken. Im Fall Budapest gewinnen diese Probleme noch dadurch an Bedeutung, daß das sich aus der Nähe in allen Einzelhei­ten erschließende Bild des Donauufers, der Innenstadt, des Tabán zugleich das Vorgelände, das Hauptelement der aus der Burg oder vom Geliertberg betrachteten Gesamtansicht bildet. Das zur Zeit der Befreiung Ungarns übermittelte Stadtbild war ein sehr schweres Erbe. In der Horthy-Ära hatte man nicht viel Vorteilhaftes für das Stadtbild getan, und zum Abschluß wurde die Stadt sogar in Trümmer gelegt. Die dringlichste Aufgabe bestand in der Enttrümmerung und im Wiederaufbau. Bedauerli­cherweise wurden im Zuge dieser Arbeiten auch einige Denkmäler abgetragen, die noch zu retten gewesen wären . Anschließend analysiert der Verfasser eingehend die Weitergestaltung des Panoramas der für das Stadtbild wichtigen Gebiete der Stadt. Er befaßt sich mit der Burg, dem Burgviertel, den Donauufern, den Hauptverkehrs­wegen und den zentralen Gebieten von Pest und Buda, und hebt die sich auf das Stadtbild auswirkenden guten und schlechten Beispiele hervor. Auf das Problem der Hochhäuser wird gesondert eingegangen. Die letzteren spielen im Stadtbild eine völlig eigenartige und außerordentliche Rolle. Die Ausgestaltung ihrer Fassaden ist sozusagen sekundärer Bedeutung denn aus der Nähe kann man sie mitunter kaum betrachten. Ihr Anblick überschneidet sich in der mannigfachsten Weise mit dem gewohnten Bild ihrer Umgebung. Dank ihrer Höhe und Masse besitzen sie in je einem Teil des Stadtbildes organisatorische Kraft. Von den Budapester Hochhäusern sind die in den äußeren Randbezirken erbauten ein Gewinn für das Stadtbild. Sie kreuzen vorteilhaft den in die Ferne schwindenden Anblick von Pest, helfen dem Auge bei der Orientierung. Auch die sich im Berggelände von Buda erhebenden Turmhäuser wirken vorteilhaft. Leider wurde der Effekt der in den Innenbezirken errichteten Hoch­häuser nicht mit gebührender Umsicht vorausberechnet und sind dem Gesamtbild abträglieh. Der Autor analy­siert ausführlich die Wirkung der bereits fertiggestell­ten Turmhäuser, vergleicht sie sodann mit jenen Bauten, die sich nicht charakteristisch genug von ihrer Umge­bung abheben und gerade dadurch ungünstig wirken. Im Zusammenhang mit der architektonischen Gestal­tung des Stadtbildes erörtert der Verfasser auch den Anblick, der sich dem durch die zur Stadt führenden Straßen fahrenden Touristen bietet und stellt fest, daß sich dieser erheblich gebessert hat. Schließlich weist er auf die wichtigsten stellen der Stadt hin, wo es noch

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