Dr. Tóth Sándor (szerk.): A Bakonyi Természettudományi Múzeum Közleményei 4. (Zirc, 1985)

DR. TÓTH SÁNDOR: Beiträge zur Kenntnis der Raupenfliegen Parasiten Ungarischer Schmetterlingen (Diptera: Tachinidae), I.

schlüpften Tachiniden-Larven, die sich innerhalb von einigen Stunden ver­puppten. Aus einer Raupe schlüpften mehrere Tachiniden-LarvenUa aber die Rau­pen in einem Gefass gehalten wurden, konnte ich die Zahl der aus einem Wirtstier geschlüpften Larven nicht bestimmen. Von den Raupen verpuppten sich 17 Exemplare am 28. und 29.07., aber auch aus den Puppen kamen einige weitere Tachiniden-Larven hervor /die letzten am 01.08./. Schliesslich schlüpften aus 7 Puppen Schmetterlinge, und dies bedeutet, dass es insge­samt 68,18 % der Raupen von Tachiniden befallen waren. Aus 15 Raupen /bzw. Puppen/ sind insgesamt 32 Larven von Compsilura concinnata MEIG. hervorge­kommen, und ebensoviel war auch die Zahl der geschlüpften Imagines /ein Te­il von letzteren war typischer "Hungerzwerg"/. Das Herausschlüpfen der Ta­chiniden- Imagines vollzog sich innerhalb von wenigen Tagen /zwischen 08. und 11.08./. Zu anderen Arten gehörende Tachiniden oder Hymenopteren konnten in diesem Material nicht aufgefunden werden. HERTING /1960/ zählt 4 weitere Tachiniden-Parasiten der Kohlweissling auf: Phryxe vulgaris FALL., Exorista larvarum L. , Exorista segregata ROND, und Phryxe nemea MEIG. Die Larven von Compsilura concinnata MEIG. konnten auch aus den Raupen von der Art Thyria jacobeae L. gezüchtet werden, die am 07.08.1985 bei Bor­zavár und Porva auf Senecio jacobaea gesammelt wurden. Aus den 17 eingelie­ferten Raupen schlüpften insgesamt nur 3 Tachiniden-Larven; die Befallen­heit der betreffenden Raupenpopulation erwies sich daher nur als 17,64 %. In HERTING' s Arbeit /1960/ wurde diese Schmetterling unter dem Namen von Hipocrita jacobaea L. erwähnt; aufgezählt wurden vom genannten Autor ins­gesamt 6 Tachiniden-Arten, die diese Schmetterling befallen: Carcelia luco­rum MEIG., Ceromasia rubrifrons MACQ., Phryxe nemea MEIG., Compsilura con­cinnata MEIG., Pseudogonia parisiaca R.-D. /= Gonia cognata ROND./ und Pro­sopaea nigricans EGG. Gezüchtet wurde diese Art auch aus den Raupen von Euproctis chrysorrhoea L., die im Petlender Wald /Bogyoszló/ am 22.05.1985 gesammelt wurden. Die Raupen /insgesamt 62 Stück/ wurden nach Hause geliefert, und in unserem La­boratorium gehalten, wo sie regelmassig gefüttert wurden. Aus den im Labo­ratorium gehaltenen Raupen schlüpften schon nach einigen Tagen die ersten Tachiniden-Larven. Die Verpuppung der nicht befallenen Raupen war am An­fang Juni schon beendet. Die Tachiniden-Puppen /ihrer Zahl nach 16/ wurden aus dem Zuchtgefäss herausgenommen und in eine Petri-Schale gelegt. Am 14. und 15. Juni schlüpften aus den Puppen die Imagines der Tachiniden-Art Compsilura concinnata MEIG., sie waren jedoch nur 3; aus den anderen Pup­pen schlüpften jedoch keine Imagines, sie waren wahrscheinlich eingetrock­net; aufgrund der Beschaffenheit der Puppen Hess sich deren Artzugehörig­keit nicht entscheiden. Fest steht allenfalls, dass die eingetrockneten Puppen nicht jene der Art Compsilura concinnata MEIG. waren Angenomme, dass aus jeder Raupe nur je eine Tachiniden-Parasit hervorgekommen war, scheint die Befallenheit der Population /aufgrund der gesammelten Exemplare/ als ziemlich hoch zu sein: 25,8 %. Gezüchtet wurde diese Tachiniden-Art auch aus den Raupen, bzw. Puppen von Leucoma salicis L. , worüber aber schon in einer selbständigen Arbeit berichtet wurde /TÓTH 1985/. Die in dem schon erwähnten Petlender Wald am 22.05.1985 gesammelten Ra­upen von Malacosoma neustria L. /insgesamt 17 Stück/ wurden in Zirc in un­serem Laboratorium aufgezogen. Die Mehrzahl der Raupen verpuppte sich in Mitte Juni; nur aus zwei Raupen schlüpften Parasiten, und zwar die Larven von Compsilura concinnata MEIG.; sie waren insgesamt 5 /13. - 15.06.1985/. Die schwache Befallenheit /11.76 %/ der Raupen möge auch dadurch verursacht zu sein, dass die gesammelten Raupen verhältnismässig jung waren /und eben deshalb konnten sie von Tachiniden noch nicht weitgehend befallen werden/. Zahlreiche Exemplare der Raupenfliege Compsilura concinnata MEIG. konn­ten aus den Raupen und Puppen des weissen Bärenspinners gezüchtet werden, die an verschiedenen Punkten des Bakony-Gebirges sowie an einigen ferner liegenden Stellen unseres Landes gesammelt wurden. Über diese Ergebnisse möchte ich jedoch an dieser Stelle keinen eingehenden Bericht erstatten; die soll einem weiteren Aufsatz vorbehalten werden. Lydella stabulans /MEIGEN, 1824/ Diese Art bewohnt Europa bis Schottland, den südlichen Gebieten Schwedens und der Stadt Leningrad. Gesammelt wurde sie auoh in Asien: im Transkauka­sus, Usbekistan und SW-Sibirien /Altaj-Gebirge/. In Ungarn ist sie vor allem in Flachlandgebieten verbreitet, aber nur stellenweise häufig. Aus dem Ba­kony-Gebirge ist die Art bisher von 10 Fundorten bekannt geworden; in Tihany wurde sie sechsmal gesammelt.

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