Dr. Tóth Sándor (szerk.): A Bakonyi Természettudományi Múzeum Közleményei 2. (Zirc, 1983)
DR. RÉZBÁNYAI LÁSZLÓ: Kvantitatív és kvalitatív vizsgálatok az Északi-Bakony éjszakai nagylepkefaunáján, IV.
VARGA Z. (1964): Magyarország állatföldrajzi beosztása a nagylepkefauna komponensei alapján — Fol. Ent. Hung., 17, p. 119—167. VARGA, Z.—GYULAI, I. (1978): Die Faunenelemente-Einteilung der Noctuiden Ungarns und die Verteilung der Faunenelemente in den Lokalfaunen. — Acta Biol. Debrecina, 15, p. 257—295. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE UNTERSUCHUNGEN ÜBER DIE NACHTGROSSFALTER-FAUNA DES NORD-BAKONY-GEBIRGES (UNGARN) IV. Der Verfasser gibt weitere Ergebnisse seiner planmässigen lepidopterologischen Untersuchungen mit Lichtfallen im Nord-Bakony-Gebirge bekannt. Bakonybél Die kleine Ortschaft Bakonybél (280 in) liegt im Zentrum des Nord-Bakony-Gebirges (Bakonyerwald), in einem flachen Becken, das von einigen der höchsten Berge des Gebirges umgeben (500—650 m) ist. Die Lichtfalle stand in einer ausgesprochenen Kulturlandschaft. Gärten, Äcker und Felder, abwechslungsreiche Hecken, kleine feuchte Wiesen und die von Erlen-f-Weiden bestandenen Ränder der nahe vorbeifliessenden Gerence-Baches bilden, zusammen mit den für das Bakony-Gebirge typischen Rotbuchen-, sowie Hainbuchen-Eichenwäldern das Biotop für die Nachtfalterfauna. Die Lichtfalle stand etwa 600=800 m weit vorn Waldrand entfernt, der Wald war vor dem Licht der Falle durch Baumgruppen fast völlig abgeschirmt. Klimatisch ist das Gebiet im Sommer wärmer und trockener, im Winter dagegen, bedingt durch die Lage, kälter als die Umgebung. Die Lichtfalle war in den Jahren 1972— 73 mit einer 100 W Opalglühbirne (normal) in Betrieb, im Jahre 1974 dagegen mit einer 80 W Quecksilberdampflampe (Hg —HQL). Die Nachtfalterfauna der Umgebung hat sich als arten- und individuenärmer erwiesen als es im Nord-Bakony zu erwarten gewesen wäre. Trotzdem sind in derAusbeute 11 Arten neu für die schon recht gründlich erforschte Fauna des Gebirges: Laelia coenosa HBN., Graphiphora augur F., Anaplectoides prasina D. & SCH., Cucullia scrophulariae D. & SCH ., Hydraecia petasitis vindelicia FRR., Chloridea armigera HBN., Amphipyra berbera svenssoni FLETCH., Lithostege griseata D. & SCH., Trichopteryx carpinata BKH., Nothopteryx polycommata D. & SCH. und Scopula caricaria REUTTI. Weitere, für die Bakonyer Fauna bemerkenswerte Arten sind z. B. : Acherontia atropos L., Pheosia gnoma F., Endromis versicolora L., Mesogona oxalina HBN., Xylena exsoleta L., Amphipoea fucosa FRR., Abrostola agnorista DUFAY, Plusia chryson ESP., Eupithecia trisignaria H. S., E. lariciata FRR., Chloroclysta chloërata MAB., Ch. truncata HUFN., Hydriomena furcata THNBG., Cyclophora orbicularia HBN., Scopula Corrivalaria KRTSCHM., usw. Die häufigsten Arten gehören zu den weit verbreiteten Lepidopteren. In den einzelnen Jahren standen. O. brumata, R. sericealis bzw. A. c-nigrum an erster Stelle.Beachtenswert ist der Zusammenbruch der früheren Massenvermehrung des Laubbaum-Schädlings Colotois pennaria L. im Jahre 1973. Bahnstation Porva-Csesznek Unter den im Nord-Bakony gelegenen Fangplätzen, an denen der Verfasser Lichtfallen betreiben Hess, gehört dieser romantische, bewaldete Abschnitt des Cuba-Tales ohne zweifei zu den vegetationsreichsten, aber zugleich auch zu den kühlsten Lebensräumen. Das ziemlich enge Tal (350 m ü. d. M.) verläuft von Süden nach Norden zwischen ca. 500 m hohen bewaldeten Hügeln. Die verschieden orientierten Hanglagen bieten einer abwechs-