Lackner Kristófnak, mindkét jog doktorának rövid önéletrajza; C sorozat 5. kötet - Sopron Város Történeti Forrásai (Sopron, 2008)

Előre megírt emlékezet: Lackner Kristóf különös önéletrajza

sein Gedenken, sein „Nachleben" schon im voraus. Wie gut es ihm gelang, erörtern wir noch später ausführlicher. Nach dem oben Geschriebenen kann man also feststellen, daß die Vita nach der Absicht des Autors, bzw. aufgrund bestimmter förmlichen Merkmale eine biogra­phische Datensammlungfür eine Gedenkrede ist, aber wegen der Person des Verfassers, der starken Subjektivität und der Intimität des Werkes, auch für eine Selbstbiographie gehalten werden kann. Die letzteren Gesichtspunkte sind für uns wichtiger, des­halb nennen wir die Vita in unserer Veröffentlichung eine Autobiographie. Die Bestimmung des Genres kann man aber noch weiter verfeinern. Die Erinnerung an den Bocskai-Aufstand, und seine eigene Rolle darin (X VIII-XXIL) ähnelt im ersten Teil eher einem Memoire; der Teil zwischen 1613 und 1618 (XXVIII-XXXVIII.) gleicht den Stadtchroniken, aber abgesehen von einigen Ausnahmen werden die Ereignisse - mit gewissen Entstellungen — durch die Person des Bürgermeisters er­zählt. Deshalb würde vielleicht der Ausdruck annuarium für diese Epoche besser ent­sprechen, das bedeutet die Beschreibung der Geschehnisse durch eine Privatperson je nach Jahren: doch Lackner war ein Stadtführer, so verbindet sich bei ihm das Leben der Stadt mit dem seinigen. Diese Genremerkmale werden durch die dritte Person Singular als Erzählungsart nur scheinbar verborgen. 36 Eine unbeendete Kopie oder ein unbeendetes Werk? Es braucht eine Erklärung, warum die Vita nur bis 1618 dauert, und warum sie so unerwartet endet (der letzte Satz erzählt darüber, dass Lackner den Fischteich neben dem „neuen Turm" säubern ließ). Oben wiesen wir schon darauf hin, dass die Abschrift des Textes sicher nicht Stückwerk ist. Es könnte noch eingewendet werden, dass der Kopierer seine Arbeit nicht beendete. Dagegen spricht aber, dass Mátyás Bél in seinem erwähnten Werk aus der Vita keine Ereignisse nach 1618 zi­tiert, also keinen Textteil, der sich in der Textabschrift nicht befinden würde. Doch der Preßburger Wissenschaftler kannte und überlas gewiß das originale Manuskript, weil — wie wir es schrieben — die Abschrift davon durch einen seiner engen Mitarbeiter verfertigt wurde, Bél bekam also den Originaltext, oder vermutlich ein solches von einem Odenburger Bekannten geschicktes Manuskript, das vom Originalen gefer­tigt wurde. Also die Tatsache, daß Bél nur solche Teile aus der Vita zitiert, die auch in der Kopie vorkommen, ist unseres Erachtens ein starkes Argument dafür, dass die Abschrift ein Volltext ist. János (Johann) Fridelius, Odenburger Rektor, und sei­ne Schüler zitieren in ihrer über Lackner gefertigten berühmten Redesammlung (FRIDELIUS 1714) auch keine aus gegenwärtiger Handschrift fehlenden Teile, obwohl 36 Uber die Möglichkeiten der Genremischung, und im allegemeinen über die verschiedenen Genres der Memoirenschreibung gibt eine gute Zusammenfassung: S. SÁRDI Margit: Emlékírás [Memoirenschreibung]. In: MAMÜL Ii. 327-329.

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