Lackner Kristófnak, mindkét jog doktorának rövid önéletrajza; C sorozat 5. kötet - Sopron Város Történeti Forrásai (Sopron, 2008)
Előre megírt emlékezet: Lackner Kristóf különös önéletrajza
Das Genre derVita, der Grund ihrer Verfertigung Die Frage, warum Lackner in dritter Person Singular schreibt, und was ihn eigentlich zur Verfassung der Vita bewegte, wartet noch auf Beantwortung. Diese Antwort können wir aus einer von Lackner geschriebenen und vorgelesenen Traueroder Gedenkrede 1611 bekommen, die er vor der Gesellschaft der Odenburger Edlen Gelehrten (Studentenbund) hielt, anläßlich des Todes eines Mitgliedes, János Bucher (Puecher). 29 In der Rede geht es viel um die Kinderzeit des Verstorbenen, über seinejugendlichen Studien, seine Peregrination, seine Rückkehr nach Odenburg, seine Ehe, dann über seine Amter (innerer Rat, Stadtrichter, Bürgermeister), und über seine Adelung und seine offiziellen Gesandtschaftsreisen. Als ob Lackners Lebenslauf geschildert worden wäre! Der spätere Bürgermeister studierte auch Jura, und zurückkehrend in seine Heimat erreichte er eine schöne Karriere, und er erwarb auch den Adelstitel. Aber nicht nur zwischen den zwei Personen, sondern auch zwischen der Trauerrede und der Vita sind sehr enge Text-, Aufbau-, und inhaltliche Ubereinstimmungen zu entdecken. Wie nach der Formulierung der Gedenkrede Bucher, so auch nach der der Vita stammte auch Lackner von „ehrlichen Eltern"; 30 in der Schule erweckten sie die Aufmerksamkeit und die Bewunderung/Gutartigkeit ihrer Umgebung; 31 trotz ihrer Armut half ihnen Gott, in ihren Studien fortzukommen. 32 Wenn ein Teil davon auch nur Topos ist, trotzdem (oder desto mehr) werden die zwei Fassungen als verwandt betrachtet. Eine inhaltiche Ähnlichkeit ist, dass die Gedenkrede Buchers die öffentliche Tätigkeit genauso preist, wie die Vita die des Lackner: aus beiden Texten kommt das Bild des für seine Heimat bemühenden, auch schwere Botschaften auf sich zu nehmenden Bürgers hervor, dessen Dienste vor dem ganzen Publikum bekannt sind. 33 Neben den wortwörtlichen, bzw. inhaltlichen und strukturellen Ubereinstimmungen gibt es auch noch andere Parallelen. 29 LACKNER I6II. 30 „Natus est itaque honesto loco honestisque parentibus..." LACKNER I6II. f. 14V - „legitimis et honestis parentibus... renatus..." Vita i. 31 „...tarnen omnium oculos & admirationem in se convertit.." LACKNER I6II. f. i6v - „Candor hic Iuvenis D. Lackhner multorum oculos in se, et benevolentiam, ut dixi, pariter convertit..." Vita XII. 32 „Immo Deus studiorum Author et Fautor ex his miseriis & aerumnis eum eliberavit..." LACKNER l6ll. f. ior. - „...et precibus huius iuvenis Deus respondit mirifice; et qui ex aurificina ad studia primus erat author, is et continuationis fuit porro Promotor et Fautor." Vita v. 33 „In expeditionibus publicis, qualem se gesserit, prout commissa alacriter, sedulo & cum fructu reipublicae expediverit, testes sunt collegae, testis & manifesta probatio est totus senatus, qui ex relationibus illius procliviter potuit stúdium & candorem dignoscere." LACKNER I6II. f. 25r-v - „Prout in sua senatoria sessione et ordine omnibus se exhibuerit, qualiter saluti publicae invigilaverit, testantur Privilégia ab Imperatore Rudolpho Ii. pro patria impetrata Pragae... testantur Diaetales Expeditiones, testantur unius anni graves et diuturnae très Pragam versus, tarn a septem Liberis Civitatibus, quam ab Amplissimo Senatu huius Reipublicae Legationes..." Vita XXIV.