Faut Márk és Klein Menyhért krónikája 1526-1616; C sorozat, 1. kötet - Sopron Város Történeti Forrásai (Sopron, 1995)

Die Chronik

gezwungen worden die schlesischen weinfuerleuth mit wehr vndt waffen biß auff Milidorff zu belaitten. Es hat auch ehgedachter Bischoff destwegen alle vnd iede inwohner der stad Öedenburg vnd derer < zu > Darzue gehörigen dorffer Inwohner gehn Tirnau ins <Tag> geistlich Recht Citirt etlichmahl, vnd wiewol er etlich starkhe befelh von Ir Kay (serlichen) M(aies)t(ä)t empfangen, vnß in vnser vralten gewonheiten vnd freyheiten (mamblich daß ein Jeder raber Bischoff erst auff S. Martini Tag [11.11] nach gegebner, dem Rath, statlicher Malzeit, den Zehendt abnehmen soll:) vnperturbirter zu lassen, hat er, Bischoff, gar nichts auf dise befelch gegeben, sondern vnß alle wegen grossen Vncosten aufgewendet auff die procuratores vnd Judices in geistlichen stuel zu Tirnau vnd gehn Wien auff vilen raisen vnd Verehrungen fast <auff vn> vmb 2000 tl.ő gebracht. Der Teufel vergellte Ihms. (21 v ) Ist Sebastian Schrötl von Hof auß alher geschikht worden nachzuforschen, was vnd wie grosses einkhumen dise Stad habe, die weil man vnß mit Vngrund zu hof hat angegeben, wie wir alhie so gar grosses einkhomen hetten, wie vnser weiber sogar stattlich allß Die gräfinen gezirtt herein giengen, Derentwegen wir wol zimbliche Taxen geben khönten, vnd wären vnsere khlagen nicht alzeit wahr. NB. Item ist h (err) Hanß Puecher bürgermaister, H(err) Lakner, Marx Fauth auß dem Rath, Sebastian Dobner Stadschreiber, H(err) Walter, H(err) Prunner, H(err) Melchior Khlein auff anhezung des Marton Pethe vnsers bischoffs von Ir Durchleucht gehn Wien Citirt worden. Es ist aber (20 v ) diß die Vrsach gewesen. Der Bischoff hat gedroet, < wan > die Merwischer Paurn würden in dem noch Strittigen Khroißpekher wallt hakhen, so wolle er sie henken lassen, so hat er doch seine Khroispekher stäts darinnen lassen hakhen, da doch der <b> Wallt zu baiden thaillen von den khoniglichen Comissariis vor Jahren verbotten ist worden biß zu erörtterung des stritts. Da nun die Stadt seine des Bischoffs holtzhakher gepfendet, ist ergrimmet, raist auff Wien, hetzet den fürsten wider vnß an, laßt vnß hinauff Citirn, gibt für, wir Oedenburger raiseten zu luthrischen praedigten vnd Sacramenten hinauß wider so vil ir M(aies)t(ä)t befelch, das khönne er allß ein Pischoff nicht leiden, rueffe derwegen ir Durchl(aucht) vmb hilff vnd straff an, vndt gibt etliche burger verzaichneter hinein, die da gehn Creutz geraiset. Da nun Ir Durchl(aucht) wenig vmb deß wußte, wie vnß Herr Vnuerzagt angedeutet, giengen wir auch zum Herrn Secretario Lippai, bittend (22 r ) vmb ein rath, der zaigt vnß an, wan er wüßte, daß wir wegen der religion alhie wider verarestirt wären, wollte er selbst vnser feind deßwegen sein, aber der Pete Marton sueche was anderes, wir sollen Ihm Nichts geben.

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