Pálffy Géza: A Szent Korona Sopronban; Nemzeti kincsünk soproni emlékhelyei (Sopron-Budapest, 2014)

Összegzés: a Szent Korona Sopronban - különleges koronaszemlék és uralkodókoronázások

Laut den vorangehenden Angaben war die Heilige Krone CJngarns während seiner Geschichte zu vier Anlässen in Ödenburg, davon fielen drei auf das 17. Jahrhundert. Insgesamt hielt sich die Stephanskrone mindestens 56 Tage, fast zwei Monate in der ehemaligen West-Transdanubischen Königlichen Freistadt auf. Mit etwas Ähnliches können sich nur wenige ungarische Städte rühmen, natürlich zählen die langfristig als Aufbewahrungsorte der ungarischen Krone geltenden Städte (Plindenburg/Visegräd, Budapest, Raab/Györ oder Komorn/ Komárom) und die uralte Krönungsstadt Stuhlweisenburg/Székesfehérvár zu den Ausnahmen. Das landesweite und regionale allgemeine Bewusstsein zählte bisher vor allem die ehemalige Franziskaner-, spätere Benediktinerkirche, den Krönungs­berg und das Probst-Haus zu den allgemein bekannten Aufbewahrungsorten der Heiligen Krone tlngarns in Ödenburg. Neben diesen bisher bekannten Schau­plätzen können die Ödenburger in diesem Band neue Gedenkstätten der Krö­nungsereignisse kennen lernen, die hoffentlich in der Zukunft mit darauf hinwei­senden Gedenktafeln versehen werden um die ungarischen und ausländischen Touristen darüber in Kenntnis zu setzen. Das alte Rathaus auf dem Hauptplatz hebt sich aus der auf Grund der neueren Forschung erschlossenen Gebäudereihen hervor, das bis zum Jahr 1893 im Großen und Ganzen an der Stelle des heutigen neuen Rathausgebäu­des stand. Von den besagten etwa 50 Tagen des Aufbewahrungszeitraumes der ungarischen Krone in Ödenburg wurden nämlich die Heilige Krone Ungarns und die Krönungsinsignien hier am längsten (etwa 25 Tage) aufbewahrt. Darüber hatte die Forschung bisher überhaupt keine Kenntnisse. Am 12. Juli 1622 und am 6. Dezember 1681 wurden im Ratsaal des Rathauses - das 1622 als Sit­zungsaal der Oberen Tafel des ungarischen Reichstages, 1681 als Sitzungssaal des Unteren Hauses des Reichstages diente - auch die Krönungsinsignien öf­fentlich zur Schau gestellt. Wie davon sowohl mehrere Gesandtschaftsberichte als auch Ödenburger Quellen gleichermaßen berichten, erfolgte zuerst in beiden Fällen die offizielle, d. h. von den ungarischen Ständen vorgenommene Inspizierung der Krönungs­insignien. Dieser Akt war im Sommer des Jahres 1622 deshalb berechtigt, weil die Stände überprüfen wollten, ob diese vom Fürsten von Siebenbürgen (1613-1629), Gabriel Bethlen vollständig zurückgelangt sind. Letzterer hatte sie nämlich in seinem im Rahmen des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) gegen Kaiser Ferdinand II. geführten Feldzug in Ungarn - nach der Einnahme der Burg von Pressburg - im Oktober des Jahres 1619 zu sich genommen und sie erst im März des Jahres 1622 im Sinne des Friedensvertrages von Nikolsburg (1621) zurückerstattet. Ende des Jahres 1681 wurde die im Jahr 1622 vorgenommene Vorgehensweise wiederholt. Der Inspektion durch die Stände erfolgte zu beiden Anlässen eine öffent­liche Zurschaustellung der Hoheitsinsignien für die breite Masse. 1622 hatte Palatin Stanislaus Thurzö, 1681 Palatin Paul Esterházy, nämlich die ersten Män­ner der weltlichen Elite die Insignien aus dem Fenster des Rathauses der sich auf dem Hauptplatz versammelten Masse einzeln nacheinander gezeigt. (Die Umstände und den Ort der dreitägigen öffentlichen Zurschaustellung der Krö­nungsinsignien Ende Juli des Jahres 1463 kennen wir leider nicht genau.) Über 90

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