H. Németh István - D. Szakács Anita: Johann Wohlmuth soproni polgármester naplója 1717-1737 (Sopron, 2014)
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1723 Thema war: Post nubila Phoebus, so er auf die durch weyflandt] Herrn Meißners Ableiben erledigte, und nun durch Herrn Pilgram, wiedfer] ersetzte Stelle ersetzte appliciret. Er rühmte die besondern Gaben, so Gott in Hferrn] Pilgram geleget: Recom[m]endirte ihm eine gantze evangfeüsche] Gemeinde: Übergab ihme d[as] Bethauß, und in specie 1) den heyfügen] Tauffstein, 2) d[as] Altar, 3) den Predigt- und 4) den Beichtstul: Ferner was die Ritus ecclesiasticos huius loci anlanget, selbige würde Herr Kastenholtz, als sein künfftigfer] treuer Ambtsbrudfer] treulich an die Hand geben. Hiernechst fieng Hferr] Kastenholtz gleichfals an eine kleine Rede gegen Hferrn] Pilgram zu thun, worinnen er ihme die Wichtigkeit dieses Ambtes vorstellte, und endlichen ihme alle collegialische Liebe angelobete. Nach diesem antwortete Hferr] Pilgram mit denen Worten Pauli: Was ich bin, dfas] habe ich von dem Herrn: Von Gottes Gnadfen], bin ich, dfas] ich bin. Rühmte anbey Gottes Güte, welcher ein reiches Maaß seiner Gnadfen] ihme mitgetheilet: Versicherte, sein Ambt ieder Zeit, nach Vermögen, ey [55:] frig und mit Freudfen] zu thun: Und assecurirte seinen Herrn Ambts Brudfer], daß er sich gegen denselben ieder Zeit also aufführen wolte, daß iederman ein Exempel brüderlicher Eintracht, an ihnen beydfen] zu nehmen, Ursach haben solte. Endlich wurde verabredet, daß Herr Pilgram den Anfang künfftigen Sonntag mit der Früh Predigt machen, und ex post durch Hferrn] Kastenholtz zum beym Hey fügen] Altar introduciret werdfen], und so dann alsogleich dfas] heyfüge] Abendmal ausspendfen] solte. Eodem Bin ich nebst Herrn Kramer244 zu Frfauen] Margaretha Töpplerin, verwittibten Tuchmacherin, beruffen wordfen], welche Wiüens ware, ein Testament zu machen.245 Sie wolte aber gerne ihre 4. noch ungevogte Kinder zu universal Erben einsetzen, und gleichwolen die gerichtfüche] Sperr und Inventur decüniren. Nachdeme man ihr aber remonstriret, daß es nicht geschehen könte, hat sie doch gebeten, bey ihren ereignenden] Todesfall so viel zu recognosciren, 1) daß Johann Müllner, Burgfer] und Meßner246 alhier, von ihr pro Tutore seu Gerhaben seye denominiret wordfen], usqfue] tfamejn ad ratificationem Efin] Efhrsa- mer] Raths, iedoch gegen Rechnung. 2) daß weder die vorhandene Wolle, noch sonsten dfas] geringste von ihren so wohl mobiübfus] als immobiübfus] soüe distrahiret, sonden vielmehr alles und iedes, usqfue] [56:] ad reditum ihres ältesten Kindes, so das Tuchmacher- Handwerck gelernet, aufgehoben werdfen], zu welchem sie dfas] gute Vertrauen habe, er werde sich bey seiner Wiederkunfft um dfas] Handwerck und völüge Vermögen annehmen, und seinen Geschwistert ihren gebührend [en] Antheil, zu seiner Zeit, verabfolgfen] laßen. Die 18. Julfü] Hat Herr Pilgram seine Antritts Predigt cum summo totius auditorü applausu gehalten. 244 Kramer János György / Johann Georg Kramer 245 Töpler Margit Töpler Gottfried evangélikus posztókészítő özvegye, néhai Reisch György' tímár és néhai Anna Borbála leány'a volt. Míg Töpler Gottfriedtől a Soproni Levéltár őrizetében megmaradt a végrendelet, addig Töpler Margittól nem maradt fenn végrendelet. / Margaretha Töpler war die Witwe des evangelischen Tuchmachers Gottfried Töpler und die Tochter des verstorbenen Gerbers Georg Reisch und seiner Frau Anna Barbara. Während das Testament von Töpler im Ödenburger Archiv erhalten geblieben ist, fehlt das Testament seiner Frau. Házi, 1982. Nr. 3798., MNL GyMSM SL SVL, Oe. Testamenta, Lad. T. Fase. IV. Nr. 150. 246 Müllner János evangélikus sekrestyés 1702. augusztus 25-én ny'eri el a polgárjogot. / Der evangelische Messner Johann Müllner erwarb das Bürgerrecht am 25. August 1702. 135