Tirnitz József: Mária Terézia-kori úrbérrendezés kilenc kérdőpontos vizsgálatai Sopron vármegyében; II. Német nyelvű vallomások (1767) (Sopron, 1999)

Die Antworten der Dörfer

38. LACKENBACH/LAKENPACH - LAKOMPAK I. In diesen Orth haben wir bishero kein Urbárium vorgehabt. II. Nachdeme wir auch kein Contract mit der Herrschafft haben, als müsten wir sowohl unsere Gaben, als Robothen nach dem alten Gebrauch zu verrichten. Wie und wann solcher Gebrauch eingeführet ist worden, niemand von uns sich errinneret und auch von unseren Vorfahrer nicht gehöret, wie es eingekommen ist. III. Vermög solchen Gebrauch sind wir verbunden jährlich auf 66 Metzen Aker theils in Lakendorfer, theils Lakenpächer Hotter liegende mit aller erforderlichen Arbeit zu versehen, als nemlich 3-mal akern, turnen, anbauen, abschneiden und einzuführen. Auf 40 Tagwerken Wiesen in Heu und so viel in Grometh moth abzumähn, auffangen, 12 Viertlern aber ein zu führen schuldig sein. Ingleichen Klafter Holz zu haken, die herrschafftliche Körner verfuhren und alle erforderliche Arbeit, so die Herrschafft verlanget, zu verrichten. IV. Wir haben unsere Felder in zwey Theil abgetheilet, wessen eines sowohl mit Weitz, Korn, als Sommer Frücht angebauet wird, das andere verbleibet jährlich in Prach. Nach ein jeden angebauten Metzen Weitz bekommen wir 3 und bisweilen mehr Kreutz Haufen, von Korn aber nur 3. Von Weitz entspresset 1, von Korn aber 1 VA Metzen, unsere Äcker liegen auch in einen Theil in der Ebne. Kein Gemein Wald haben wir, sondern von herrschafftlichen erhalten wir das nothwendiges Brenn Holz. Nebst diesen haben wir auf 6 Metzen Gemein Acker und 4 Tagwerk Gemein Wiesen. Kein Mühl in unseren Territorio, sondern in der Nachbarschafft mehr Mühlen sich befinden. Unsere zum Verkauf habende Naturalien könnten wir mit leichter Mühe nach der nur 3 Stund entlegenen Stadt Öedenburg an das baare zu bringen und haben auch die Gelegenheit ein Verdienst zu machen. Unsere Äker sind in ein Theil gut, in anderen mittelmässig, in driten aber sehr schlecht, weilen der Grund sehr steinig, leimig und sandig ist und machet auch zu Zeiten bey ereigenden Güssen das Wasser in unsern Äkern und Wiesen ein Schaden. Tire und schlechte Weyde, welche auch durch die herrschafftliche Schaffen und jüdischen Geiß eingeschränget ist. Kein mindesten Genuß des Wirthshauses, sondern hats das ganze Jahr hindurch die Herrschaftt und Judenschafft und machet auch zu Zeiten in unseren Früchten das Gewild ein grossen Schaden.

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