Tirnitz József: Mária Terézia-kori úrbérrendezés kilenc kérdőpontos vizsgálatai Sopron vármegyében; II. Német nyelvű vallomások (1767) (Sopron, 1999)
Die Antworten der Dörfer
VII-VÍII. Von Neuntl wissen wir nichts. 4 öede Häuser sind vor alten Zeiten her in unseren Orth, welche wir bishero der Herrschafft verzinset. IX. Wir können ohne Vorwissen der Herrschafft und ohne Abzug Geld unter kein andere Herrschafft nicht ziehen. Michael Freh Richter x, Mathias Grim, Markus Orlowitz x (L.S.), Franz Cukavics, Michael Markowics x, Georg Guttman x, Paul Kreüll x [Klostermarienberg, 22. April 1767] Quelle: SL. IV.l.k.bb.F.4.Nr.86 33. KOBERSDORF/KABOLD I. Allhier ist kein Urbárium vorhanden, werden also II. Die Robothen und andre Gaaben nach dem Gebrauch erfordert, welcher Gebrauch seither wir denken ist allzeit gehalten worden mit Unterschied, daß unsere Vorältern die in Puncto 3-o specifizirte Gaaben in Natura gegeben haben, wir aber in Geld geben müßen. III. In diesen Marckt muß ein viertl Hauß der gnädigen Herrschafft jährlich an Geld zahlen 36 3 /4 d, als vor Hiener 31 VA d, vor Eier 2 Vi d, vor Kümm 1 d, vor Kranobür 1 d, vor 1 Stuck Bösen 1 d. Dienst Körndl gestrichene alte Maaß Weitz ? Maaß, Haabern 5/8 Maaß, Weinacht Holz 1 Vi Klafter. Dieses alles auf die halb Lehner und Hofstädler nach Proportion eingetheilet. IV. Allhiesige Gemeinde hat sehr wenigen Nutzen, allein halbjähriges Weingeschank, vor welches der Herrschafft nichts bezahlet wird. Hat auch ein Stuck Waldung und 2 Öede Lehn, von welchen die Gemeinde Nutzen schöpfet, neben auch zwey Stuck Wiesen beiläufig mit 3 Tagwerk. Was die Schaden anbelangt 1- tens: Sind allhier so schlecht Grund, daß mann kaum etwas darauf fexnen kann und dahero die mehresten das benöthigte Brod mit Geld ein zu schaffen gezwungen. 2- tens: Das Gewild machet alle Jahr ein unerträglichen Schaden. Also zwar, daß schon in Frühjahr manche Anbauungen zernichtet werden.