Szili Ferenc: Somogy megye kereskedelme a kései feudalizmus korában 1700-1848 (Kaposvár, 1988)

XI. Követi utasítások az ipar iés a kereskedelem fejlesztése érdekében

europäischen Ländern in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht eine ungünstige Lage hatte, vom Zentrum der Entwicklung ferngelegen, gehörte es der rückständigen Peripherie am. Auch innerhalb der Habsburg-Mo­narchie beikam es eine ähnliche Rölle. Ab letztem Drittel des XVIII-ten Jahrhunderts drückte die in erhöhtem Masse zur Geltung kommende Ar­beitsteilung — zwischen dem Zentrum und der Peripherie — nicht nur das Abhängiglkeitsverhältnis aus, sondern wirkte sie auch in die Richtung der Nivellierung. Im Sinne des oben gesagten, „die Startlage” von Somogy geprüft, kann behauptet werden, dass es vom Zentrum der ungarnländischen Ent­wicklung ferngelegen, davon abweichend, einen eigenartigen Weg beging. Die Handelstätigkeit der Herrschaftsgüter wirkte in zwei Richtungen. Einer­seits übernommen die Rolle des Verkäufers verwerteten im Wege von Ankaufshäudlern ihre Tiere und Früchte, andererseits waren auch sie selbst Käufer, die zeitweise von den Leibeigenen ihre Tiere preiswert ankauften und mit entsprechendem Gewinn wiederverkauften. Der Handel forderte - ab zweiter Hälfte des XVIII-ten Jahrhunderts - gleicherweise von den Käufern und den Girossgrundbesitzem eine neue, von den bisherigen abweichende Anschaiuung. Wir überblickten auch die Tätigkeit der Pächter, die sowohl die lokale als auch die Vermittlerrolle übernommen hatten. Die Weinschänke auf den Gütern, Wirtshäuser, Bauernschenken, Läden, Fleischereien, Bierstuben und Mühlen wurden meistens unternehmungslustigen Juden verpachtet. In der geprüften Periode funktionierten der traditionelle Warenaus­tausch und die kapitalistische Warenproduktion, die eine Geidwi rtschaft rnithatte, auf den Herrschaftsgüter-n genauso Wie auf den Frongütern. Es ist jedoch zweifellos, dass die inhaltlich und qualitativ voneinander ab­weichende Handelstätigkeit lange Zeit hindurch unhaltbar war. Auf den Herrschaftsgütern wurde der Tauschhandel durch eine marktorientierte Geldwirtschaft abgelöst. Eine ähnliche Tendenz ist auch auf den Frongütern spürbar, dieser Prozess ging aber verspätet und langsam vonstatten. Für die Übergangsgesellschaften charakteristisch spiegelte das Zusammenleben feudaier und kapitalistischer Produktionsverhältnisse eine für Ost-Mittel- Europa typische Entwicklung. Der dienstleistende Handel, die Schenken und Wirtshäuser wurden am den Handelswegen gebaut und befriedigten in erster Linie die Ansprüche der Fuhr- und Marktleute. Es ist allgemein bekannt, dass die Herrschaftsgüter ab zweiter Hälfte des Jahrhunderts allmählich sich der Warenproduktion geschlossen, ihre Produkte und Tiere — durch Vermittlung — auch auf den westeuropäischen Märkten verkauft haben. Diese Handelstätigkeit - Verkehr und Lieferung — hätte ohne die Schenken nicht gelöst werden können. Diese Schen­ken hatten natürlich auch eine andere Bedeutung, wichtige Nachrichten wurden von hier befördert, so sind sie als eine Art Nachrichtendienst zu betrachten. Die Handelstätigkeit der Juden wird in unserer Arbeit besonders betont, da sie in der Umgestaltung der feudalen Gesellschaft eine entscheidende 206

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