Leopold Auer - Manfred Wehdorn (Hrsg.): Das Haus-, Hof- und Staatsarchiv (2003)

Gebäude - Manfred Wehdorn-Michael Wistawel: Zur Reviatlisierung

Zur Revitalisierung 71 Links: Schutzdachkonstruktion über dem Mittelrisalit Rechts: Schutzvorkehrungen im X./Xl. Magazingeschoß noch Steinwolle über der Korkschale eingelegt bzw. dort, wo die Zwischenräume - wie zum Beispiel in den Dachzwickeln - sehr gering waren, eingeblasen. Eine der restauratorisch und zeitlich aufwendigsten Arbeiten betraf die Sanierung der großen Figurengruppe der Attika. Wie bei vielen anderen Steinplastiken, die Jahrzehnte hindurch in extremer Höhe den Einflüssen von Wind, Sonne, Regen und Schnee im Zusammenhang mit den Emissionen einer Großstadt ausgesetzt sind, war der Beschädigungsgrad überaus hoch und von Verwitterung, Krustenbildungen und dem Fehlen ganzer Körperteile gekennzeichnet - unter anderem mußte der Arm einer der beiden Figuren rekonstruiert und neu versetzt werden. Ähnlich tragisch erwies sich der Zustand der gesamten straßenseitigen Fassade: Diese war im Zuge einer Sanierung in den Nachkriegsjahren zur Gänze mit einer Zementschlämme überzogen worden, die - wie es in der Bausprache heißt - die „Atmung" des Putzes unterband und mehr oder minder zum „Ersticken" des dahinter liegenden Originalputzes geführt hatte. In aufwendiger Detailarbeit mußte daher zunächst die Zementschlämme entfernt werden, ehe man den eigentlichen Fassadenputz mit seiner reichen Stuckornamentik wieder festigen und restaurieren konnte. Besonderes denkmalpflegerisches Augenmerk erforderte der gesamte eiserne Ausbau, der von der tragenden Archivkonstruktion, über die eleganten Eisenfenster der Fassade, von den Archivgestellen bis zu den 1.248 Metallbehältern für die besonders wertvollen Bestände reichte. Kennzeichnend für die behutsame Behandlung aller dieser

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