Manfred Fink (Hrsg.): Das Archiv der Republik und seine Bestände. Teil 1 : Das Schriftgut der 1. Republik und aus der Zeit von 1938 bis 1945 (1996)

Gruppe 10: Verkehr (Maria Winkelbauer) - Bundesbahndirektion

Archiv der Repubuk Bestandsgruppe 10 Als Folge eines Beschlusses des Vorstandes der Österreichischen Bundesbahnen wur­de diese Geschäftseinteilung wiederum durch die Dienstanweisung vom 28. Juni 1929 abgeändert (Nachrichtenblatt der Generaldirektion der ÖBB, Nr. 113/1929). Für die Besorgung der Geschäfte waren ab diesem Zeitpunkt nur mehr fünf Abteilungen zuständig. Durch eine bevorstehende Verwaltungsreform, die eine Beschleunigung und Verein­fachung des Geschäftsganges bringen sollte, wurde eine Anzahl von Geschäften aus dem Wirkungskreis der Generaldirektion ausgeschieden und den Bundesbahndirektio­nen oder anderen Dienststellen zur selbständigen Erledigung überwiesen. Diese Ver­fügung trat mit 15. April 1932 in Kraft (Nachrichtenblatt der Generaldirektion der ÖBB, Nr. 79/1932). Die den Bundesbahndirektionen neu übertragenen Geschäfte sind diesem Nachrichtenblatt zu entnehmen. In der Sitzung vom 10. März 1932 beschloß der Vorstand der Österreichischen Bundesbahnen, die beiden Bundesbahndirektionen Wien-Nordost und Wien-Südwest aufzulösen und eine Bundesbahndirektion Wien neu zu errichten. Dieser Beschluß wurde in der Ministerratssitzung vom 4. Mai 1932 genehmigt (AdR, BMfHuV/VS, ZI. 34.937/1932; AdR, BMfHuV/VS, ZI. 38.830/1932). Die Direktion wurde mit Wirkung vom 1. Juli 1932 aufgelassen (Nachrichtenblatt der Generaldirektion der ÖBB, Nr. 120/1932). Bestandsbeschreibung: Da im Verlauf der Jahre die Bezeichnungen der Abteilungen und deren Aufgabenbe­reiche mehrmals gewechselt haben, werden die wichtigsten Änderungen in der Geschäftseinteilung dargestellt. Die Bundesbahndirektion wurde gemäß der geltenden Geschäftsordnung aus dem Jahr 1897 (Amtsblatt des Eisenbahnministeriums, XXIV. Stk./1897) in Abteilungen ge­gliedert. Sie bestand aber aus zehn Abteilungen, da infolge der Unterstellung von drei Werkstätten eine eigene Abteilung IVb für den Werkstättendienst errichtet wurde. Die Einteilung war folgende: Abteilung I : Personal-, Humanitäts- und Sanitätsangelegenheiten Abteilung II : Rechts- und allgemeine Verwaltungsangelegenheiten Abteilung III : Bahnerhaltung und Bau Abteilung IVa : Zugförderungsdienst Abteilung IVb : Werkstättendienst Abteilung V : Verkehrsdienst Abteilung VI : Kommerzieller Dienst Abteilung VIII : Finanzieller- und Rechnungsdienst Abteilung IX : Liquidierung der Ruhe- und Versorgungsgenüsse Abteilung X : Materialbeschaffungs- und Übemahmsabteilung Durch die vom Vorstand der Österreichischen Bundesbahnen im Jahr 1924 erlassene neue Geschäftseinteilung ergab sich folgende Änderung bei den Abteilungen: Sekretariat Rechtsbüro Abteilung I : Bahnerhaltung und Bau 609

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