Manfred Fink (Hrsg.): Das Archiv der Republik und seine Bestände. Teil 1 : Das Schriftgut der 1. Republik und aus der Zeit von 1938 bis 1945 (1996)

Gruppe 10: Verkehr (Maria Winkelbauer) - Österreichische Bundesbahnen

Archiv der Republik Bestandsgruppe 10 Diese neuen Verwahrungsvorschriften fanden auch auf die alten, d.h. aus der Zeit vom 1. Oktober 1923 (Errichtung des Wirtschaftskörpers "Österreichische Bundesbahnen") bis 31. Dezember 1927 stammenden Urkunden Anwendung. Diese mußten ebenfalls von den Kanzleien aus den schon abgelegten Geschäftsstücken herausgenommen und den Verwahrungsstellen übergeben werden. Nach dem Jahr 1938 wurde das Betriebsarchiv der Reichsbahndirektion Wien ange­gliedert und ab 1940 vom ehemaligen Verkehrsarchiv, das ebenfalls dieser Direktion unterstellt worden war, weitergeführt. Das Urkundenarchiv derehemaligen BundesbahndirektionWien (vgl. Bestandsbeschrei­bung 10R405/1) wurde 1942 aufgelöst und die Archivierung von Urkunden der Reichsbahndirektion Wien nur mehr vom Betriebsarchiv wahrgenommen. Nachdem schon im Jahr 1948 dem Verkehrsarchiv die treuhänderische Verwahrung des Betriebsarchivs der Generaldirektion der Österreichischen Bundesbahnen übertra­gen worden war (ÖBB-GD, ZI. 1.244/GS/1948 liegt bei: VA, Kurrentakt ZI. 46.887/ 1959) übernahm das ehemalige Verkehrsarchiv im Jahr 1983 dieses Archiv. Bestandsbeschreibung: Die Urkunden, teils im Original, teils in Abschriften, wurden nach der Reihe des Ein- langens mit einer fortlaufenden Nummer versehen. Nachtragsurkunden wurden zur Stammnummer gelegt. Insgesamt umfaßt der Bestand 15.438 Stammnummem. Es gibt keine Geschäftsbücher, sondern nur Karteien nach Schlagwörtern, nach Num­mern und nach dem Jahrgang. Da auch Bescheide und Pläne archiviert wurden, die aufsichtsbehördlich von der Verkehrssektion des Bundesministeriums für Handel und Verkehr (vgl. Bestands­beschreibung 10R103/1) genehmigt und gleichzeitig auch in der Urkundensammlung des ehemaligen Verkehrsarchivs (vgl. Bestandsbeschreibung 10R401/1) archiviert wurden, ergab sich eine gewisse Doppelgleisigkeit, die sich aber bei Entlehnung oder Verlust einzelner Stücke als vorteilhaft erwies. Ab dem Jahr 1942, in dem das Urkundenarchiv derehemaligen Bundesbahndirektion Wien aufgelöst wurde, erfolgte die Archivierung von Urkunden nur mehr in dem seit 1938 im Verband der Reichsbahndirektion Wien stehenden Betriebsarchiv. Von 1938 bis 1942 wurden Urkunden oft in beiden Sammlungen verwahrt. Im Jahr 1942 übermittelte die Deutsche Reichsbahn, Oberste Bauleitung für Elektri­sierungen in Salzburg dem ehemaligen Verkehrsarchiv aus dem Archiv der Elektrisie­rungsdirektion der Österreichischen Bundesbahnen einen Karton mit Stromliefe­rungsverträgen für die Jahre 1933 bis 1938, der dem Bestand des Betriebsarchivs angegliedert wurde (VA, Kurrentakt, ZI. 5/1942). Der Bestand ist im Rahmen der geltenden Benützungsbestimmungen des Österreichi­schen Staatsarchivs für die Forschung zugänglich. Bestandsgeschichte: 1938 wurde das Betriebsarchiv der Generaldirektion der Österreichischen Bundesbah­nen der Reichsbahndirektion Wien angegliedert und ab dem Jahr 1940 vom ebenfalls dieser Direktion unterstellten Verkehrsarchiv weitergeführt. 605

Next

/
Thumbnails
Contents