Manfred Fink (Hrsg.): Das Archiv der Republik und seine Bestände. Teil 1 : Das Schriftgut der 1. Republik und aus der Zeit von 1938 bis 1945 (1996)
GRUPPE 05: HANDEL/WIRTSCHAFT/BAUTEN (Dieter Lautner) - Reichsautobahnen
Archiv der Republik Bestandsgruppe 05 05R121/1 Reichsautobahnen Personalakten 1938 - 1945 218 Kartons Provenienz(en): Reichsautobahnen 1938 - 1945 Bestandsschwerpunkt(e): Autobahnbau - Erweiterung des vorhandenen Autobahnnetzes - Personalangelegenheiten - Planung Rechtsgrundlagen: Im Deutschen Reich wurde am 27. Juni 1933 das Gesetz über die Errichtung eines Unternehmens "Reichsautobahnen'' (RGBl. II, S. 509/1933) erlassen, wonach die Deutsche Reichsbahn ermächtigt wurde, zum Bau und Betrieb eines leistungsfähigen Netzes von Kraftfahrbahnen (später Reichsautobahnen) ein Zweiguntemehmen zu errichten. Durch dieses Gesetz wurde die Stelle des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen geschaffen, der die oberste Leitung über das gesamte Straßenwesen innehatte und dem Reichskanzler unmittelbar unterstellt war. In Österreich war das Straßen wesen Angelegenheit der Länder und der Gemeindeverbände, doch mit der Verordnung vom 24. März 1938 (RGBl. I, S. 308/1938; GBl. für Österreich Nr. 40/1938) wurde das Reichsautobahnrecht in der Ostmark eingeführt. Die Reichsautobahnen wurden von den Obersten Bauleitungen verwaltet, von welchen es 17 gab, nämlich in Berlin, Breslau, Dresden, Essen, Frankfurt/Main, Halle/Saale, Hamburg, Hannover, Kassel, Köln, Königsberg, Linz, München, Nürnberg, Stettin, Stuttgart und Wien. Bestandsbeschreibung: Der Bestand beinhaltet gesammelte Personalakten von Bediensteten der Obersten Bauleitungen Wien und Linz. Die Personalakten sind nach Namen alphabetisch geordnet und enthalten jeweils einen Personalienbogen, Lebenslauf, Zeugnisabschriften, ärztliche Untersuchungen, diverse Fragebögen (Personalfragebogen, arische Abstammung etc.), einen Auszug aus dem Strafregister, Gutachten der NSDAP und Gestapo, den Arbeitsvertrag sowie diverse Verpflichtungen des oder der Bediensteten. Der Archivbestand ist gemäß den geltenden Vorschriften des Österreichischen Staatsarchivs für die Forschung frei zugänglich. Bestandsgeschichte: Der Bestand gelangte im Jahr 1959 in das Allgemeine Verwaltungsarchiv und wurde 1987 von diesem an das Archiv der Republik abgetreten. 359