Manfred Fink (Hrsg.): Das Archiv der Republik und seine Bestände. Teil 1 : Das Schriftgut der 1. Republik und aus der Zeit von 1938 bis 1945 (1996)
GRUPPE 05: HANDEL/WIRTSCHAFT/BAUTEN (Dieter Lautner) - Bundesministerium für Handel und Verkehr
Archiv der Republik Bestandsgruppe 05 05R112/1 Bundesministerium für Handel und Verkehr Bergbaufürsorgefonds 1926- 1941 20 Kartons, 2 lfm Bücher Provenienz(en): Bundesministerium für Handel und Verkehr, Bergbaufürsorgefonds 1926 - 1938 Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, Aufgabenkreis "Wirtschaft", Abteilung VI, Bergbaufürsorgefonds 1938 - 1939 Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, Bergbaufürsorgefonds in Abwicklung 1939 - 1941 Bestandsschwerpunkt(e): Einhebung von Beiträgen - Fürsorgeleistungen des Bergbaues - Verwaltung des Fonds Rechtsgrundlagen: Der Bergbaufürsorgefonds wurde mit Gesetz vom 3. Dezember 1925 (BGBl. Nr. 432/ 1925) zur teilweisen Bestreitung besonderer Fürsorgeleistungen des Bergbaues errichtet und erhielt seine Mittel aus Beiträgen, die bei der Gewinnung oder Einführung von Brennstoffen, Erzen usw. eingehoben wurden. Die Verwaltung des Fonds wurde durch § 7 dieses Gesetzes dem Bundesministerium für Handel und Verkehr im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für soziale Verwaltung übertragen. Im Zuge der politischen Entwicklung im Jahr 1938 übernahm das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit die Agenden dieser beiden Ministerien (GBl. für Österreich Nr. 339/1938) und damit auch den Bergbaufürsorgefonds. Der Bergbaufürsorgefonds und die Einhebung von Beiträgen wurde mit 1. März 1939 eingestellt und mit Verordnung über die Einführung der Sozialversicherung im Land Österreich vom 22. Dezember 1938 (RGBl. Nr. I, S. 1.912/1938) wurde bestimmt, daß das der Provisionsversicherung der Bergarbeiter dienende Vermögen (darunter fiel auch der Bergbaufürsorgefonds) auf die Reichsknappenschaft überging. Die Geschäfte wurden vom "Bergbaufürsorgefonds in Abwicklung" erledigt, welcher noch bis 1941 bestehen sollte. Bestandsbeschreibung: Der Bestand beinhaltet hauptsächlich Korrespondenzen mit den verschiedenen Bergbaugesellschaften sowie Abrechnungen der Bergbaufürsorgebeiträge, die von den Betrieben an den Fonds geleistet wurden, und diverse Stellungnahmen zum jeweiligen Stand des Fonds. Die Akten sind nach Jahr und Zahl hinterlegt und über Indizes und Protokolle zugänglich. Die Materialien bekamen bis 1934 eigene Zahlen verliehen (von ZI. 1 aufwärts) und sind erst ab 1935 im Zahlenstock des Ministeriums enthalten, genauer gesagt in dem der Montanabteilung und der Obersten Bergbehörde. 343