Manfred Fink (Hrsg.): Das Archiv der Republik und seine Bestände. Teil 1 : Das Schriftgut der 1. Republik und aus der Zeit von 1938 bis 1945 (1996)
Gruppe 04: Inneres/Justiz (Rudolf Jerabek’, Heinz Placz) - Reichsgericht*
Bestandsgruppe 04 Archiv der Republik 04R605/1 Reichsgericht 1939 - 1944 2 Kartons Provenienz(en): Reichsgericht 1939 - 1944 Bestandsschwerpunkt(e): Oberste Instanz der Strafrechtspflege - Zivilrechtspflege Rechtsgrundlagen: Mit der Zweiten Verordnung über die Gliederung der Gerichte in den sudetendeutschen Gebieten vom 22. Februar 1939 (RGBl. I, Nr. 33/1939) wurden das Landgericht Znaim dem Oberlandesgerichtsbezirk Wien und das Amtsgericht Böhmisch Krumau dem Landgerichtsbezirk Linz "zugelegt". Bestandsbeschreibung: Dieser Splitterbestand aus den Jahren 1939 bis 1944 enthält neben einer Feldurteilsausfertigung wegen Hochverrates, Sprengstoffanschlägen und Spionage Strafrechtsakten und Zivilrechtsakten. Die Strafrechtsakten sind als dem 6. Strafsenat, die Zivilrechtsakten dem IV., VII. und VIII. Zivilsenat entstammend gekennzeichnet. Die etwa 70 Strafrechtsakten, welche Delikte von Betrug bis Raubmord betreffen, stammen vom Landgericht Znaim und vom Landgericht Linz, Zweigstelle "Krummau a.d. Moldau". Der Bestand ist gemäß den geltenden Bestimmungen des Österreichischen S taatsarchi vs für die Forschung frei zugänglich. Bestandsgeschichte: Vermutlich waren die Akten bei Kriegsende in den beiden Gerichten der mittleren Instanz (Oberlandesgericht Linz a.d. Donau bzw. Wien) verblieben und gelangten schließlich, da sie den ursprünglich böhmischen bzw. mährischen Gebieten der beiden genannten Oberlandesgerichtssprengel entstammten, an das Allgemeine Verwaltungsarchiv und von dort 1987 in das Archiv der Republik. Zitat: Österreichisches Staatsarchiv/Archiv der Republik (=ÖStA/AdR), Reichsgericht, Kartonnummer, Zahl. 314