Manfred Fink (Hrsg.): Das Archiv der Republik und seine Bestände. Teil 1 : Das Schriftgut der 1. Republik und aus der Zeit von 1938 bis 1945 (1996)

Gruppe 04: Inneres/Justiz (Rudolf Jerabek’, Heinz Placz) - NS-Wiedergutmachungsstelle*

Bestandsgruppe 04 Archiv der Republik 04R006/1 NS-Wiedergutmachungsstelle 1938 - 1940 4 Kartons Provenienz(en): NS-Wiedergutmachungsstelle 1938 - 1940 Bestandsschwerpunkt(e): Arisierungen - Geldentschädigungen - Kreditvermittlung - Lottokollekturenvermittlung - Stellenvermittlung - Tabaktrafikenvermittlung - Wiedergutmachung vor allem der beruflichen Schädigung im öffentlichen Dienst - Wohnungsvermittlung Rechtsgrundlagen: Betrauung des Leiters der Volkspolitischen Referate der Vaterländischen Front, Dr. Walter Pembaur am 13. März 1938 durch die Landesleitung der NSDAP mit der Leitung der Wiedergutmachungsstelle. Aufgrund des Erlasses des Führers und Reichs­kanzlers vom 10. April 1938 (GBl. für Österreich Nr. 78/1938) und des Durch­führungserlasses des Reichsstatthalters in Österreich vom 18. Mai 1938 wurde nur die Wiedergutmachung von öffentlichen Bediensteten (sogenannte "öffenüiche Wiedergut­machung") gesetzlich geregelt, während die "allgemeine Wiedergutmachung", einer derartigen gesetzlichen Grundlage entbehrend, nach dem Gutdünken der betreffenden Stellen und nach Maßgabe der zur Verfügung gestandenen Mitteln erfolgte. Die Wiedergutmachungsstelle wurde nach Errichtung der NS-Vermittlungsstelle dieser faktisch eingegliedert. Bestandsbeschreibung: Vorwiegend enthält der Bestand allgemeine legislative Unterlagen (betreffend das nicht zustandegekommene Wiedergutmachungsgesetz) und Korrespondenzen mit Dienststellen der Partei, des Staates und mit den Gesuchsstellem. Einzelakten bzw. deren Parallelüberlieferung finden sich in den Gauakten. Eine Übersicht über den Inhalt der Konvolute bietet ein Archivbehelf, eine Kartei über die Einzelfälle existiert nicht. Der Bestand ist gemäß den geltenden Bestimmungen des Österreichischen Staatsarchivs für die Forschung frei zugänglich. Bestandsgeschichte: Die Akten wurden gemeinsam mit jenen der NS-Vermittlungsstelle Mitte 1940 dem seinerzeitigen Wiener Reichsarchiv/Abteilung Staatsarchiv des Innern und der Justiz übergeben. 1987 gelangte der Bestand vom Allgemeinen Verwaltungsarchiv in das Archiv der Republik. 160

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