Rádiófigyelő, 1943. október/2
1943-10-26 [1317]
'Ku Fa 33. LONDON 18 órai né m e I adásából: MILITRRISCHE WOCHENÜBERSIOHT. Die militörisohe Katastrophe des deutsohen Heeres beginnt sioh im Südabschnitt der Ostfront bereits zu enífaltén. Die Rüokeroberung von Dniepropetrowsk hat abermals, eine deutsohe Armee in grosse Gefanr gebraoht. Es ist dies die erste Panzerarmee unter General von Mackensen; die selbe Panzerarmee, die seinerzeit den Vorstoss naoh dem Kaukasus sicherm scllte. Damals wollte Hitler zu vicl gewinnen; -heute will er zuviel behalten. Einige der Divisionén dieser Armee befinden sioh ausserhalb der riesigon russisohen Zange; aber die Ver - , bönde um die Stadt Dniepropetrowsk müssen sioh jetzt darauf gofasst machen,naoh dem Muster von Stalingrad nur die Wahl zwisohen Kapitulation und Vernlchtung zu habén. So entfaltet sioh nun der grosse Entwurf der russisohen Strategie, Wie im Herbst 1942, so besteht auoh in diesem Herbst der russisohe Plan darin, die deutsohen Reserven lengst der ganzen Front durch heftige Angriffe zu binden und dabei eine * einzelne Heeresgruppe durch eine Reihe von Panzerumfassungen stüokweise aufzurelben. So lange der russisohe Vorstoss im Raum von Krementsohug lediglich ein , in die deutsohen Linien getriebener Keil war, konnte die deutsohe Heeresleitung noeh hoffen, die grössere^Gefahr duroh erfolgreiche Grossaktionén vermeiden zui können, s sind denn auoh versohiedene Meldungen eingelaufen, die darauf hindeuteten, dass gerade in diesem Absohnitt gewaítige deutsohe Massen zu eineia kraftvollen Gegenangriff massiert waren. Der Angriff scheiterte jedoch. Der deutsohe Gegenangrlff von Znamenka aus wurde vorzéitig und ld ungenügender Stárke yoigenommen.-Der Durchbruoh vön Krementsohug ist nicht mehr ein blosser ."Keil. Er hat jetzt den ganzen nördliohen Bogén des Dnieper abgesohnitten. Naoh all dem ist es klar, dass Hitler sichnooh immer nicht entsohlo ssen hat, was er retten will . Jeder objektíve Beobachter kann deutlioh sagen, dass bald die 4eit kommen dürfte, wo die deutsohe Armee von dem letzten ouadratmeter russisohen .i • Bodens vertrieben sein wird. Mit der Krim ist es bereits aus * bald wird es auoh mit der Ukraine und mit Weissrussland aus sein, Wenn Hitler diese unerbittliohen Tatsachen nicht einsieht, wird er kaum eine Armeegruppe übrig blelben,um auf polnisohes Gebiet surüok* gezogen zu~we«d£n, Am ersten Jshrestag von Stalingrad droht die Katastrophe eines z>ei-ten r--noch grösseren Stalingrad , - - - \C\