Evangélikus lyceum, Pozsony, 1901
74 negst geseszne catholische Räthe mit ihrem Guetachten vernomen. Wann sie dann die Sachen woll erwogen vnd bedacht. also lass ich es dabev, auszsz wasz die Strati' mit den Peenfällen betrifft, weillen auch in Österreich ausz allerhandt hieuor Ewr. Khav. Mayt. zuegeschriebenen Bedenkhen auf dergleichen Straffen nicht gangen würdet, esz im Landt auch ain selczam Ansehen geberen wuerde, allerdings verbleiben vnd wolte gehorsambist rathen. Ewr. Khay. Mayt. mechten aines vnd anders geratnermassen, also in das Werckh richten lassen. Dereseiben mich zu Gnaden, bruederlichen Hűiden und Treuen alles Vleiss bevelchendt. Geben in der Statt Wien, denn zehendten Monnats Tag July, Anno Aintausent Sechshundert vnd änderten. Ewr. Röm. Kay. Mt. vnd Lieb (eigenh.) gehorsamer Bruder Matthias. III. levél Wiener Staatsarchiv. (in margine) „An die fr. Dht. Erczherczog Matthiam, ratione reformationis Religionis zu Preszburg. (Text) „Rudolff Durchleuchtiger, Hochgeborner, freundtlicher geliebter Bruder und Fürst. Wir haben Ewr. L. Schreiben von dem 10. July negsthin sambt Vnsers Locumtenentis vnd anderer catholischen hungerischenRäthen beigeschlossenem Guetachten, die Reformationem religionis bey der Statt Preszburg, Abschaffung des Auszlauff zu den acatholischen Praedicanten, auch die Recuperirung der von ihnen detentierten Beneficien vnd Einkomen betreffend, wol empfangen Innhalts referiren vnd wol erwegen lassen. Wann wir vns dann dasselbe, doch aber in allweg mit Auszlassung der von E. Libden angedeuten Peenfällen gefallen lassten, alls haben Ewr. Libden dessen hiemit erjnnern, daneben aber dieselbe freundllich vnd brueder- lich ersuechen wollen, vns Ihren ferneren Bericht vnd