Politikai Kiadás 1911. május

1911-05-29

KotiBtaatl'no'pftl , 87. Mai. Nach Informat lonan dar Ffor­ybe haben England und Xtalion ihr ablehnendes Verhalten gegenüber der russischen Aufforderung, sioh an dem Schritte in Konstantinopal zu be­teil igen, damit motiviert, dass dieser Sohritt eher m Cetinj* er­folgen sollte.. Frankreich gab bisher kein« bestimmte Antwort. Hier­über konferirtt) gostetri der russische Botschafter. Tacharikow mit dem französischen Botschafter. In sei er vorgestrigen Unterredung mit dem Minister des Äusseren Rlffaat Pascha spraoh Botschafter Tsohariköw seme Befriedagung über die korrekte Beurteilung d*a russischen • Schrittes durch die türkische Press« aus. Der Ministor erwiaderté, dass dies nur dem beschwichtigenden Communiqué der Pforte anzuschrei­ben sei. Der albanesische Deputierte Haf ls Ibrahim brachte in der Kammer eine Anfrage an den Ministor des A*ussern über den russischen Schritt ein» Der Deputierte fragt, ob es einem fremden Staate gestattet sei, bei dar Pforte einzuschreiten, wenn dl« Regierung einen Aufstand in ei­ner türkischen Proninz unterdrücken will. Der Minister nahm die An­frage an, die morgen oder übermorgen beantwortet werden wird. Nach Informationen der Pforte hat Montenegro der Türkei vorgeschlaf gQn eine nourtale Zone auf beiden Seiten der Grenze zu bestimmen, da­mit Reibungen der Grenzposten vorgebeugt werde. Die Pforte hat diesen Vorschlag abgelehnt, weil seine Ausführung die Errlohung von neuen Grenzposten erfordern würde. In Pfortenkreisen verlautet, dass dl« Präge dar Entsendung von Ka­dis naoh Kreta demnächst ward 0 gereglt worden. Die Ernennung der Kadis dürfte durch den Schelk ül Islam erfolgen und von den Kretasohutzmach­ten sanktionirt werden. Obwohl auch die zweite Antwort der griechischen Regierung auf die Vorstellungen wegen des Depeschenwechsels zwischen dem König der Hel­lenen und dorn Bürgermeister von Kandia nicht ganz befriedigend war, betrachtet man den Zwischenfall in Pfortonkreisen als Qrlegigt. j m W e r n y i , 28. Mai. / P.T.A./ Dm £ 6 Uhr Frühjrurde ha*r ein« langer anhaltende ErdQrscbütterung verspürt, der ein starkes untarir—­dlsohes Getöse vorangegangen war. Wien, 28. Mal. Der Wianerfleisohhauermeister Nage1sohmiedt ist heute auf der Rax abgestürzt und todgeblieben. Lissabon» 28. Mai. Die Wahlen gehen ruhig vor sich. Von den zu wahlenden 231 Dephtirten wird der grössere Theil aus Kandi­daten des Direktoriums der republikanischen Partei bestehen. Die unab— " hangigen Republikaner sowie die Soziallsten werden in geringer Zahl •vertreten sein. In Ponte de JLima wurden heute Nacht mehrere verscwö­rer verhaftet . » Petersburg, 28. Mal. -Der Dumaprâs ident wurde heute um 6 Uhr Abend in Czarskoje geio vom Kaiser in einständiger Audienz empfan­gen. Der Präsident erstattete dem Kaiser über die Resultate der Ses­sion der Reichsduma Bericht. Der Empfang war äusserst huldvoll. Avignon , 28. MdL. / Wettflug Paris-Rom./ Beaumoat ist um 6 Uhr 47 Min. Abe n d hier eingetroffen. M o s k a u, 28. Mal / Reibot Prpzess./ Die Sitzung des Senats dauerte von 11 Uhr Vormittag bis .8 Uhr Abend. Es wurden 39. Prägen i . ü er die Schuld Reinbots und 16 Uber die Schuld Korotkis ausgearbeitet, Da der Staatsanwalt gegen ein* Reibe von Fragen Protest- erhob, wurde die Sitzung auf morgen vertagt. Morgen dürfte auch der Urteilsspruch, erfolgen. Rom, 28. Mal. Die Blatter melden aUB Voghera: auf dem Plugfeld* Camasi stützte der Aviatiker Ciro Olm, der mit einem Bl«riöta*»oplai aufgestiegen trar, aus a mar Höhe von 200 Metern herab. D*r Apparat m ging in Trümmer und fing feuer. Cirrl wurde ms Hospital gebracht, wo er bald darauf starb, geino Gattin, die sich mit ihren beiden Kin­dern unter der Zusohauermenge befand, und im Augenblicke des Absturzes in Ohnmaoht fiel, ist bisher von dem Tode ihres Gatten nicht in Kennt­niss gesetzt worden. Cim war 30 Jahre alt. Konataatinopei , 28. Mai. Das Mini terium des Auas*-, ran hat die türkische Gesandtschaft in Sophia beauftragt, «raste Vor­stellungen w*gan der Ersohiessung des Lieutenants zu erheben und eine gemeinsame Untersuchung sowie die Bestrafung der Schuldigen zu for­dern. Konstantinopel * 28, Mal. Uetrar Vorschlag des Kriegs­Ministers ist em Irad« wegen der Penslonirung des Obersten Sadik erlassen worden.

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