Politikai Kiadás 1911. május

1911-05-26

Madrid, 26-Mal. Der Aviatiker VedrlrP : ist UJB*7 Uhr 45 Minuten früh hier angekommen. Konstantinopel 25.Mai. Der Vali von Kos&wo meldet, dass "bei dem gestriger. TLampfe zwischen Montenegrinern und türkischen­Soldaten dös Postens Froska in dar fione Mojkovao zwei Mont^negrinv getötet wurden. Aut e ati sehea Irif oiana;tl;Onen zufolge soll &in Linvern'-hraen zwischen der Pforte und dar Verewigten Starrten über die Auslegung dos Arti­kels 4 dös 'türklBCh-pjp.ürikaaischön Vortrages ;du^ch'"öxfc°n NötehaustäUDch­erfolgen, dar gleichzeitig mit der Votieruns das Che s terscften Projekts durch das ftcrlament ^stat^fInden soll. Den Blättern zufolge wird dar Gr.ossve a ir '^i semer bevorste-, horidan Europ-^reise Wien, Berlin^ Paris und London besuchend Dar Senat hat da^ Budget im allgemeinen mit» .&5 gegen ­24 Stimmen aa genommen. Konstantin opel f 25.Mai. Nach Informationen d^s • Ministerlums des Äussern antwortete .cur Ministar des $jissarh : e^.starn nicht auf den hauptsäch.1 ichea Punkt der russischen Mit]»eilunfo>n, wonach eine kategorische»', Erklärung über die 'Haltung g^genübe^Mofrb©nagr& verlangt wurde. Dar Minister erklärte, dass die Pforte ihre Aagel^g^nvi- O.J unab­hängig regle. Die Pforte habe sich bisher nie geweigert,' üt •->!'• | ia : vobl^ie.­ganden Fragen mit den befreundeten Mächten freundschaftlich ¿11-redeß. Die Pforte hege käme kriegarischen Atsichten gegenüber ^ftitea^eoj'. verlange aber von Montenegro korrektes Afandeln. Von Montenegro fc*age 03 ab, dass die beiderseitigen Beaiehungen in normale Bahnen zurüd^keluja n. Doch müsse Montenegro die'Völkerrechtlichen Regeln achten, Rebellen nicht, zu unter­- stützen« Was die Ratschlägf anbelangt, fänden diese Hxre einzige wiftrksanie yerweadung in .Cetinje. Schliesslich erklärte der Minister, die Pforte werde de's Umstandes gedenken, dass von allen Großmächten nur Russland einen solchen Schritt unternommen habe. Der russische Botschafter hatte auch •nachmittag eine Unterredung mit dem Ministar des Äussern, der sodann.mit daa> Kriegsmlnister beriet, London, SS.Mal. In emer Versammlung der Bergleute des Oambriankohlenreviers wur'e mit grosser Mehrheit beschlossen^ die Bedingt La­gen dos Abkommens vom 15. Mal abzulehnen und den Ausstand bis zum äusserst&i fortzusetzen» Philadelphia, 25.Mal. Gestern fand hier der Stappel­lauf des Linienschiffes Wyoming statt. Der Wyoming ist mit seinem Deplacement Tr-on über 26.000 Tonnen das gros st e 'Schlachtschiff der Weit. Washingto n , 25. Mal. Das M^rinedepartement untorzeich­nßto die Lieferungsyerträge für einen Wright-Hydroaaroplan und zwei ebensol­che XäK Curtiss-Flugzeuge, Diese drei Flugzeuge, die am 1. JC abzuliefern rem werden, sind für die Marineflieger schule in Anapolis bestimmt. Esi rollen später noch weitere Flugzeuge für diese JßöttXX Schule angeschafft wer­den.* Ronstantinopei 9 2e.JJai. In den signalisierten Menio­-?anden des ökumenischen, des armenisch-gregorianischen und dte. s arme­nisch-katholischen Patriarchats sowie des' bulgarischen Exarchats erklären die Kirchenchefs, dass die bisherige Haltung'der Regierung m den Fragen aas Unterrichts und der Rekrutierung der verfassungsmässig**! Gleichheit and den Gestehenden Privilegien widersprocte n ham Die Regelung dieser Prägen bild?e die einzige wahre Basis zur Sicherste llung dasr Verfassangs­regimes und des Wohlergehens des Staates, Die Memoranden »tciion sodann dre Hauptbedingungen für die Regelung dieser Fragen auf. H.tenach sollen die S^hulprogramne von den Patriarchaten oder Metropoliten aus£earbe&et und bestätigt werden. Dem Kultusministerium soll .nur am allgemeines Schulprograiim Unterbreitet werden. Die Kirch«nbeh&rde bestätigt die Diplome des Lehrperso­rtis. Lehrer fremder Nationalität werden zugelassen bis genügend Personal aua Ottomanen gebiMJetr ist. .Die von der S«&-ierung ernannt3n Schulmspekto­rVin inspizieren dl© Schulen. Nach der Verständigung dei Kironontehordan .fiber etwaige Unregelmässigkeiten setzen sich di** Unkerr ichte t^höi-den nut den Kirchs nbeh Orden ins Einvernehmen, Die Sehn? certificate werden m der Gernemdespräche redigiert. Die türkis ohwn "Obersetaungen werften von der Klrcheabehprde legalisiert. Die Abiturienten ö>r Gerne indesrhulen geniessen gleiche Vorrechte, wie die Abiturienten der RegieruagSöChulen. Staatliche Subsidion werden den aemeioieuchuien im Wege der Kirch'--;ibehör;\en üb ermittelt. Bezüglich der milttärischen Frage verlangen die Türkenchefs grössere Rogeimässigkeit bei Einteilung <fcr Rekruten und Einberufung . MB -Reserven, die Übersetzung &w Mliloörge B etze in alle Sprachen, die Zulas­sung von Christen zur Militärakad^m^,- die 'Prüfung i,h der Sprache jddar Wa» t;onslität, die Modifizierung der Militärgesetze untor Berücksichtigung de:» religiöser Erziehung der Soldaten, das Verbot ds-r Religionsvvechsel g wliöond der Dienstzeit., die Zulassung von. christlichen Regimentsgei&tljch^, die Reduzieurng der Die n stdauer und die Erweiterung dar Eofreningsb^dingun­gen. Schliesslich erklären die Memoranden, dass die weitere Beiassui.^ der Fragen in dem gegenwärtigen Zustand^ &irP kritische Lage erzeugen würde^'­wofür die Kirchenchefs die Verantwortung ablehnen.

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