Petőfi gyüjtemény - B sorozat / 24-es doboz
t ifi ooíl Sicht tmb gretibe, Poll ginbe unb ®uft. Unb Dlofen Sorbeer blühen für fic allerwegen. Unb bieje greube unb Selig« oerbielfältigt fid) auef) in ihm , befeuert ihn mädjtiger als ere Sterblidje — unb ©ebunfen unb ©mpfinbungen werben üjjen ÜBohllatit umgejelgt, bie ncrcbclte farbige Sprache rollt tnfierblidgeu ©ebidjten wie geprägtes Öolb furch baS Canb unb über 9!ad)t ift ©clöfi ber Säuger feines 53olfe§ geworben. 2>aS Sieb ift bie Spezialität ©etöji'S. ®a§ gmcßfle, ioaS menfcßlidje ©eifl erreichen fnmt, ift bie ijßoefie unb ba§ 6r» tgnifj hodjfier Orbnung- in ber ©oefie ift baS Sieb. Unb tfifi ift eben ber größte SOieifter be§ Siebes, ©r bringt bie :füt)le jo unmittelbar, jo rein gum ©uSbrude, mie wenige Por ,b neben ihm. ©13 ob bie SBorte, bereu er fid) bebient, nur 511 gefetjaffen mären, biefen SScllengang feiner Seele auSgu» üefen. ®ie)e ©efitßle finb non beitnmberungSmürbiger 93lan= gjaltigfeit. ©döfi fiubet für ein jebeS ben glütflichfien ©uS» :utf. Seine Sieber jeugen non firajt unb 3artÖeit unb finb 1 ganj in ungarifcßeS Seben unb güßlcn getaucht, baß man iß’S gar uid)t anberS beulen fönnte. Sie muhten jo werben ie fie finb, füllten fie bem Solle au§ bem gnnerfien bei terjeng heroorgebroetfen fein. gu feiner gangen SMdjtfunfi gibt S teinen falfchen, feinen affeftirten Saut; ©űe§ barin ift 9latür* id)feit unb ©ufrid)tigteit. ©Üe3 toirb ißm gum Siebe. Seine Mfiermerfe jebod) jdjuf er in Siebes» unb írinlliebern, foffiie n beit Siebern ber ©aterlanbS» unb greißeitSIiebe. 9iici)t§befto» oeniger har er auch in ben übrigen ííunftgattungen ber Iprif^en Sichtung Sßerfe üon ewigem SBertße gejeßaffen. ©ben beSßalb läßt fid) über©eiöfi’§£t)rif nicht Piel fdjreiben: ber ftritifer fann nichts ©nbereS thun, als ber Sefer, er muß bemunbern, ©UeS an betöri ift gum ©ntgiiden. SBenn nun an biefer ©emunberung auch ba§ ©uStanb theilnimmt, jo ift bieS ein fieghafter ©emetS für bie ©röße ©etöfi’S, benn bie ejiftiren» ben ©etöfi=Ueberjel;ungen finb größtenteils buft« unb farblos, ja mitunter gefällt — alfo noch matter, a!§ bie betannte $eßrfeite be§ ScppicßS. ©3 ift ba§ gemeinfatne Soo§ ber ®id)ter, ber Iprifchen gumal, baß bie grembe fie nad) ©erbienft unb ©ebühr nie mürbigen lann. 5)1 tt ©etöft aber ift man in ben SranSlationen gar 311 grau jam oorgegangen! ®ie jdjledjtefte Ueberfetcung feiner ©ebießte ift bie in granffurt a. 951. er» fchienene unb ziemlich Perbreitete St e r t b e n t)' §. ®er gute ©tarnt toar ein i'cßroadjcr ®eutfd)er unb ein noch biel jdjwäd)er‘' f Ungar. ®ie SDiüncfjener (SDielßl) mar hingehen, ob feljön nt] e auch in biefer tßetöfi’S nidjt frol) werben fann. gn granfrei b unb Snglanb erging e§ ihm mod) übler. Sie überfeinen iß ( mit ©usnaßme Sougla»’, au§ fdjwadjen ©erbeutfdjungen ut ' jumeift in ©rofa. 2Ba3 bon einer földjén brüten ©erbünnung übrigbleibt, lägt fid) wohl leicht bemeffen. SBeldje mächtige ©oefie, meldje Siigigfeit unb garbigfeit muß bern Originale iunemobnen. wenn jelbft bieje jeßier frcolerijdjeti ©bjd)roäd)imgen feiner bidjterifchen ffraft nichts aubaben fonitten. ®er beliebtefte ©egenftanb ber Sijrif ©etöfi’S ift, wie fdjon angebeutet, außer ber Siebe bie greißeitS» unb ©aterlanbSIiebe. Später wirb feine patriotijetje ®id)tung politifd), gum Sdjaben ber Siterntur, benn in ber jdjwülen ©tmofßpäre ber ©olittf weift bie ©oefie babin. ®ie§ ©birreu jeboch eon ben blumigen ©faben war miPcrmeiblid). ®er greißetlSgebanfe gu Ülnfaug ber üiergiger gaßre erobert alle ©emütßer unb bringt eine 6r« jeheinung jonber ©leidjen heroor: ber ungarijdje 91 bet erfaßt bie gähne ber greißeit unb ®>cmofratie unb führt fie gum Siege. ®er id)Wärmerijdje ©orfäntpfer ber ©leid) fjeit, ber große Neue» lufionär Subwig k 0 f j u t f) , ber ©lann mit ber Siebe Sauber» gemalt, ift ebenfo ber Sproffe einer uralten ©belSfamilie wie ber Sceubegrünber be§ fpäterett bemofratijd)en Ungarn, grang ® e a f auch — unb ber ©räfibent be§ erflen bemofratijehen ©tinifteriumS ift ein ©raf © a 11 ß t; a n h©er Oleidigtag 00m gaßre 1848, an welchem nur bie foge« nannten höheren Stäube iíjeilnehmen fonnten, ftatuirt gejetdid) bie ©leicßberehtigung unb fpontan entfagt ber ©bei aller feiner uermogcnSrechtlicljen unb ©hrenprägoratioe. ©a§ ©olf nimmt an biefer ©ewegung nidjt ®heil, ber ©bei fämpft m i t bem ©bei um bie greiheit. ©ie großen gragen ber ntenfchUchen Dlechte werben jum ©egenftanb ber Jagespolitif unb ber Oicijter ber greiljeit finft fomit unmillfürlidj jum ©olitifer herab, ©etöfi betheiligt fid) lebhaft an biefem gelbjuge, er bidjtet fein hin» reißenbeggrciijeitSlieb, ba§ „Talpra magyar!" (,,©uf, Ungar!*) unb oerfiinbet mit feinen greunben bie ©reßfreißeit. ©l>3 ber ^>of unb bie Nationalitäten bie Station 311m ßrieg jwingen, gießt and) ©ciöfi au§, fämpft bie S<hlad)ten als fjauptmann, jpäter als ©tajor burclj, bis ihn ba§ Sdjidjal, ba§ er jelbft prophejeit, erreicht: 28enn febc» SttaPcnPolf, btS 3odje§ müb, 3ur äüablftatt gießt 3Jtit rőtben ©annern, «then SBangen Unb fiürmifch lautem .ffampfoetlangen Unb auf ben Sönnern „SBeltfrecheit" flammt all Sofnngäwort, Unb man pojaunet bi ei in £üb unb ©orbs Unb fcíjmettert eé in alte ©Seit hinauä — Unb fidj bie Xprannet bann fifüi )um ©traußt ©Hbort mir bringe SictchS í>er) bie 4Ítinge: ©űbort mein junges ©tut entfließe Unb Wenn aufjaucßäenb ich ben Hob begrüße, SUiag Sdjwerterflang unb ber ©efeßütee dröhnen, ©tag f)örnerid)aU mein jjaucbjen übertönen, Unb über meine Scidje bann ©er ganje ^teereSbann 4?inbraufe jum erfochtenen Siege, ©eodjtenb nicht, baß id) jertreten liege ......... © Ubort man iammte mein ©ebein; ©teat bet ©efiattung großer iag ftih ein, Sia im ©eteiie idjmarjumilorter gähnen, ©ei feierlichen ittängen man bie ©Janen SSet .fjeiben bringt gemeinicbaftlid) 311t ©nß, ©ie für bid) ftarben, heilige greißeit bu! So traf cS auch ein. 2S°ü int SBort, buchftäblidj. ©Me es heute fdjon mit ©efümmtheit angenommen werben fann, ift ©e» töfi in ber Sdjladjt beiSegeSoär (Schäßburg) am 31. guli 1849 gefallen, itroß öieleit SudjenS fanb man feinen Sei^nam ntd)t unb er rußt wahrjeßeiutid) mit ben übrigen ©efatlenen im gemeinfamen ©rabe. 6S ßeißt, baß ißn ein flojaf nieberritt, ißn mit feiner Sange burdjbohrte unb bann „braufle ber gange ijeeresbaim über il)it hinweg, beadjteno nießt, baß er gertreten liege". ®aS ©olf aber fonnte nimmer glauben, baß fein©id)ter tobt fei, unb Segenben jpannen fidj um jeine ©eftalt unb fein gehetmmßooflea ©erfd)Wtnben, benn unmöglich fonnte er ja unter» gegangen fein, gm gangen Sanbe faßte ber ©tauben fejten guß, ©ctöft wäre in rufjifd)e ©efangenfdjaft gcratßen unb in bie ftbi» rifdjen ©linen gefchleppt worben. 63 fanben fid) Sengen Por, bie behaupteten, ©etöfi nach ber Schlacht gefetjen 311 haben; fein fpurlojcS ©erfdjwinben würbe pon fo manchem Strolch auSge* beutet, ber ftch für ©etöß gab. ga, e§ fonnte fogar 30 gahre nach feinem Tobe irgettb ein ©algenfdjwcngel behaupten, er hätte mit tßetöfi in ben Sßleibergwerfen Sibiriens gefprodjen, unb hier» bttreh ben allgemeinen ©tauben ermeefen, baß ber Sänger noch am Seben fei. 3n einem feiner befjern ©iidjer läßt 3 <í f a i einen folcheu faifdjen ©etöfi bie ©utmüthigfeit unb bie ©egeifierung eines SanbebelmaimeS mißbrauchen. fDlan fönnte weinen unb lacßen gumal über bte ©injait be§ alten Sierra, ber fo glüdtich ift, feinen ipetöß mit SebenSgefaßr berbergen unb füttern gu bürfen. ®aS gange Sanb beweinte ißn, feine Söütwe aber tröftete fich rafeß. Nach wenigen gaßren fdjon hatte fie ben gweiten ©lann, wie ja Sßetoft auch bieS in einem feiner ßerrlichfien ©ebtehte oor» auSgefagt. SBir führen bieje ©erfe hier in ber Perbienftiidjen, wenngleich hinter bem nollenbeten Original weit gurücffieljenben Ueberjegung 2. b. 91 e u ge b au e x ’ § an: 6nbe September: ©ocß fprießen bie buftigften ©lumen im Sljale, 9iorl) grünt bot bem genfict bie ©Spe fo feßön, £od) fießft bort btüben baé SBalten beS S!BinlerS, ©erßüüet nom Scßnee finb bie bergigen jpößn. ©lutßftraßlenber Sommer erfüllt noeß mein emerge, Sber wonnigfte grüßling noeß blüßt mir barin, $ocß fiel) ba memjjaar feßon, baS bunfle fieß bleichen, $en Sletf feßon béé ©JinterS mein $aupt übergteßn. @S Weifet bie ©lume, entfdjWinbet ba§ Seben .... ßomm tßeuere © a 11 i n mit her in ben ©tm — Sie jeßt an bte ©ruft mir Sein itöpfeßen legtefl, Steßft morgen Su ßin auf mein ©rab nicht boü frntm? D lag. Wenn fterbe, wirft Weinenb Su breiten SaS ©rabtueß, Worin man gut ©rbe mich fenft 1 Unb fönnte Sicß jemals ein güngling bewegen, Som ©amen gu lafjen, ben i cß Sit gejdjenft ? Socß Wtrffl Su non Sir cinft ben Schleier ber SBittWe, So pftang auf rnetn ©rab ißn álé Srauetpanier, gcß fomme ßerauf aué bem SÄeicße ber Sdjatten Um ©titterna^t, neßme ßinab ißn gn mir: gu troefnen bie Sßränen um Sidß, Su ©eliebte) Sie leicßtlicß bergeffen Su ßaft Seinen ©lann, Sie Söunben béé .fiergenS bamit gu Berbinben, Saé ewig Sid) liebet, felbft bort noeß, felbft bamt! Heber bie Ukrfönlidjfeit ©etöß'S ift in Oeutfdjlanb eine giemlid) irrige ©uffafjung perbreitet. ®urd) bie noch Íeicfjíere ©orrebe gu Sfertbenp’S feidjter Ueberfehnng ßat fid) bte ©nfidji feftgefeßt, ©etöfi wäre ein alles SBtfjenS barer ©auernbichter gewefen. Selbft e i n e brüdt fieß in biefem Sinne aus, in« bem er fagt: „gcß felbft fanb nur wenige folcßer 9laturlaute, an welchen biefer ©auernfunge jo reieß ift, mie eine 9lacßtigaH tc." tßetöfi nennt fieß gwar jelbft „bie wilbe ©turne ber 9latur", je» bocß war er, wie bie Sefer feßon au§ ber oorfteßenben Sehens» ffigge erfeßen ßaben, ein 9Jlann Pon grünbtidjer Sitbitng unb ©elefenßeit. ©r fonnte Porgüglicß Oeutjcß, las 6nglifd), gran» göjijd) unb gtalieuijh, war in feinen alten ©riechen unb jtömern gußaufe unb wußte gut ©ejdjetb in allen 3metgen ber Humaniora. 2Ujo nichts Pom trottigen llnroifjen, nichts Pom©auern« jungen unb gang bejonberS nichts non ftubirter Unflubirtßeit. ©IS SOJenfcß war ©etöfi nicßtS weniger als liebenSmürbig, eßer ftacßlig unb wiberßaarig, non ftarfem Selbflgefüßl, ßöcßft fujceptibel unb — jo fotnifcß es aueß Hingen mag — ©ebant. 6r bulbet feinen SBiberjprudß, feine .ffritif, ift Pon großer ©uf« rteßtigfeit, fdjroff nnb ein Starrfopf. ©eneral St l a p f a ßatte feine liebe 9loth mit ißm,ba er fieß bem ungewohnten ©eßorfara. Bad Kohlgrub 3£rorbad üimatischer Höhenkurort im bay er. Hochland 896m ü. d. M. Besitzer: A. M. Faller—C. Bachmüller. — Saison vom 1. Mai bis Mitte October. — Das Bad ist den modernen hygienischen Anforderungen weitgehendst entsprechend und dessen vorzügliche Heilerfolge sind allbekannt und bewährt. Badearzt: Dr. Albert Kerschensteiuer. 250 best eingerichtete Zimmer und Salons. Berühmte — • r Preise mäßig. Aerztl. Broschüre,