Erdő Péter - Rózsa Huba: Eschatologie und Jahrtausendwende 2. Deutsch-Ungarischer Theologentag Budapest, 3. März 2000 - Studia Theologica Budapestinensia 26. (2000)
Pál Bolberitz: Thanatologie und Eschatalogie
rieht folgt."13 Weiters hebt sie hervor, dass Gott über das Leben des Menschen nach dem Tod nicht als ein unerbittlicher Richter Rechenschaft verlangen wird, sondern (und es ist auch ein neues Element) der Mensch selbst fällt in dem Tod eine Entscheidung über sein Schicksal, indem er sein ganzes Leben auf die Waage legt, und dadurch wird es ihm - in der Unsterblichkeit der Seele - klar, ob er vermag, die auf ihn gerichtete unendliche Liebe Gottes zu empfangen, oder nicht. Die dogmatische Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils, „Gaudium et spes" fasst die offizielle Lehre der Kirche über dieses Problem auch für heute aktuell ab, deshalb lohnt es sich den Text in vollem Umfang bekanntzumachen. Über das Geheimnis des Todes heisst es in dem Dokument: „Angesichts des Todes wird das Rätsel des menschlichen Daseins am grössten. Der Mensch erfährt nicht nur den Schmerz und den fortschreitenden Abbau des Leibes, sondern auch, ja noch mehr die Furcht vor immerwährenden Verlöschen. Er urteilt aber im Instinkt seines Herzens richtig, wenn er die völlige Zerstörung und den endgültigen Untergang seiner Person mit Entsetzen ablehnt. Der Keim der Ewigkeit im Menschen lässt sich nicht auf die blosse Materie zurückführen und wehrt sich gegen den Tod. Alle Massnahmen der Technik, so nützlich sie sind, können aber die Angst des Menschen nicht beschwichtigen. Die Verlängerung der biologischen Lebensdauer kann jenem Verlangen nach einem weiteren Leben nicht genügen, das unüberwindlich in seinem Herzen lebt. Während vor dem Tod alle Träume nichtig werden, bekennt die Kirche, belehrt von der Offenbarung Gottes, dass der Mensch vor Gott zu einem seligen Ziel jenseits des irdischen Elends geschaffen ist. Ausserdem lehrt der christliche Glaube, dass der leibliche Tod, dem der Mensch, hätte er nicht gesündigt, entzogen gewesen wäre, besiegt wird, wenn dem Menschen sein Heil, das durch seine Schuld verlorenging, vom allmächtigen und barmherzigen Erlöser wiedergeschenkt wird. Gott rief und ruft nämlich den Menschen, dass er ihm in der ewigen Gemeinschaft unzerstörbaren göttlichen Lebens mit seinem ganzen Wesen anhängt. Diesen Sieg hat Christus, der den Menschen durch seinen Tod vom Tod befreite, in seiner Auferstehung zum Leben errungen. Jedem also, der ernsthaft nachdenkt, bietet da13 Hebr 9,27. 80