Reisner Ferenc: Csernoch János hercegprímás és IV. Károly - Studia Theologica Budapestinensia 4. (1991)

Függelék

RÜCKBLICK Die Arbeit überblickt einen Zeitraum, der sich von der Jahrhundert­wende bis zum endgültigen Untergang der Monarchie erstreckt.' Die beiden herausragenden Gestalten dieses Zeitraumes sind Kaiser Karl IV. und Fürstprimas János Csemoch. Mit der Darstellung ihres Lebens und ihrer Tätigkeit versucht die Arbeit die Bemühungen um die Rettung der Monarchie und gleichzeitig die Rolle, die die Kriche in diesen Ereignissen spielte, zu zeigen. Im überblickten Zeitraum sah sich die katholische Kirche mit außer­ordentlich vielen Problemen konfrontiert. Der am Ende des 19. Jahrhunderts wiederauflebende Liberalizmus beeinflußte - obwohl er einen positiven Anfang hatte - das Denken der Menschen in negative Richtung und drängte das christliche Gedankengut in den Hintergrund. Unter den Mächten, aber auch innerhalb der Staaten zeigten sich große Spannungen, die schließlich zum 1914 ausbrechenden Weltkrieg führten. Die unter dem Einfluß der 1917 beginnenden Aufstände 1919 zustandekommende ungari­sche Räterepublik setzte sich die gänzliche Vernichtung der christli­chen Kultur zum Ziel. Der Friendensschluß von Trianon schuf für Ungarn, das schon im Krieg reichlich gelitten hatte, eine besonders schwierige Situation. Der Kirche standen nicht viele Mittel zur Ver­fügung, um die entstandene Lage wirksam zu beeinflussen. Am stärksten trat die soziale Tätigkeit in den Vordergrund, die sich be­mühte, den durch den Krieg belasteten Völkern in ihren Bedrängnis­sen und Leiden zu helfen. Die Kirche wollte ihre Unabhängigkeit be­wahren, um in der gegebenen Situation ein geeigneter Vermittler sein zu können. Die vlichtigste Aufgabe der Kirche war es, die Vor­aussetzungen ihres Wirkens zu sichern, die infolge des Krieges zer­störten materiellen und geistigen Güter, auf deren Grundlage die Neucntfaltung christlichen Lebens möglich war, wiederzugewinnen, hinüberzuretten und wicderzubelebcn. 228

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