Folia Theologica 22. (2011)

Kuminetz Géza: Rechtliche, religonsphilosophische und psychologische Gesichtspunkte der Busse

RECHTLICHE, RELIGIONSPHILOSOPHISCHE ... 93 sunde Beziehung nicht nur mit uns selbst und dem Mitmenschen son­dern auch mit der Welt und und Gott gefährdet. Die Sünde macht un­sere Fähigkeit und Bereitschaft zur wahren Liebe unmöglich, das näm­lich, was in uns am wertvollsten ist. Denn die Liebe ist gerecht, und sie will weder die Ordnung der Schöpfung noch die Würde und das recht­mässige Interesse des Mitmenschen verletzen. 3) Die psychologischen Gesichtspunkte beleuchten die Fallen der Erkenntnis und Behandlung unseres Schuldigseins beziehungsweise die psychologischen Laby­rinthen unserer Busse und Verantwortungsannahme. Und sie lehren uns, unseren Taten, Gefühlen, Gedanken und den unvermeidlich auf­tauchenden Vorurteilen entgegenzusehen. 4) Sowohl das Recht als auch die Philosophie und die Psychlogie führt uns zum vollwertigen Löser der Sündenproblematik, zur Theologie, das heisst zum einen, wahren und lebendigen Gott, der in der Seele derjenigen, die sich danach sehnen, die vollkommene Versöhnung und die gegenseitige Liebe verwirklichen, zu der niemand das Recht hat und auch das Recht haben kann, aber als Gnade kann sie denjenigen, die sich von der Sünde und vom Schuldgefühl wirklich befreien wollen, zuteil werden. 5) Die Person und die Gesellschaft sollen jedoch mit der Rechtsord­nung, der Ordnung der Ethik und mit den Gesetzen der Moral bezie­hungsweise deren richtiger Durchsetzung auf dem Weg zur Busse zusammen gehen, um die Liebe zu bewahren oder zurückzubekom­men, die eine wahre Vergebung gibt und empfängt.

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