Folia Theologica 22. (2011)
Kuminetz Géza: Rechtliche, religonsphilosophische und psychologische Gesichtspunkte der Busse
RECHTLICHE, RELIGIONSPHILOSOPHISCHE ... 91 selbst ausgehend, seine eigenen Interessen vertretend, in zahlreichen Fällen auf den ausgedrückten Schaden und Gefahr von anderen (Nar- zismus); - Mangel an dauerhaften Zielen und Bestrebungen. - Schmarotzertum. Das Individuum schmarotzt meistens an der Familie oder den Freuden, und beansprucht sich das Recht, dass für seinen Lebensunterhalt andere sorgen. - Aufschieben von mit dem Alter verbundenen Entscheidungzwängen (Berufs- und Arbeitsstellenwahl). - Aufschieben des Engagements in dauerhaften Beziehungen, Entziehen der Verantwortung. Das zeigt sich in der Abnahme der Eheschliessungen und der Kinderannahme, infolgedessen in der Verbreitung der Lebensweise als Single. - Häufige Wechslungen: (von Beziehungen, Arbeitsstellen, in bestimmten Fällen Wechslungen von Wohnort oder Land). Die Ideologie für die Wechslungen ist meistens: das Argumentssystem „das entspricht mir nicht". - Ein allgemeines Unglück, die Bezweiflung des Sinns des Lebens. Eine jede der Freudenquellen ist um die Bedienung des Ichs zu formulieren (Beziehung, Besitz), es ist jedoch nie genug, es gibt immer etwas anderes, besseres oder etwas mehr. - Unfähigkeit zu einer Liebesbeziehung, der andere Mensch ist nur wichtig, um ihn besitzen zu können. Mit der Abnahme von Identitäten gibt es immer mehr Massenmenschen,31 der Konsumidiot, der leicht zu manipulieren ist. Im Sinne der oben erwähnten ist der „andere" zu einer negativen Generalisation geneigt, das heisst er enthält ein negatives Identitätskriterium (Ethnikum, religiöse Gruppe, Minderheit, Mehrheit, usw.), was leicht zum Gegenstand von Vorurteilen wird. Der Hauptgrund für den Hass zwischen den verschiedenen Personen, Gruppen, Religionen, Ethniken usw. besteht also in der Schwachheit der positiven Identitätskriterien und im Vordergrundstellen der negativen Identitätskriterien".32 Dementsprechend kann die Versöhnung zwischen den Gruppen und sogar den Personen nicht von der Identität getrennt werden, und zwar vom positiven Identitätsbewusstsein, das die Identifizierung mit einer Idee oder einem Ideal bedeutet, was durch eine Person, und zwar duch die den bestimmten Wert verkörpernde Person übermittelt und verstärkt wird. In diesem Fall erblickt die Person ihre Sünde. Weil sie die Norm, das Ideal beleidig hat. 31 Darüber ausführlicher siehe die Studie von Antal Schütz, die auch noche heute eine vollkommen Analyse gibt: Schütz, A., Tömeg és elit [Masse und Elite] in Schütz, A., Őrség [Wache], Budapest 1936. 216-242. 32 Vgl. Tringer, L., Bocsánat és kiengesztelődés, 784-785.