Folia Theologica 22. (2011)

Kránitz Mihály: Der Pluralismus der Religionen aus dem Gesichtspunkt der Mission

DER PLURALISMUS DER RELIGIONEN ... 65 und der Gesellschaft. Wir sehen auch in anderen religiösen Erfahrun­gen eine ehrliche Aufmerksamkeit gegenüber der Transzendenz Got­tes, der als Schöpfer erkannt wird, ebenso wie gegenüber der Achtung vor dem Leben, vor der Ehe und vor der Familie und ein starkes Soli­daritätsbewußtsein.71 Nach Papst Paul VI. stellte auch Papst Johannes Paul II. ehrliche Fra­gen und skizzierte auch die Lösung: „Das ist eine Aufgabe, die uns bangen läßt, wenn wir auf die Schwachheit blicken, die uns so oft glanzlos macht und Schatten auf uns wirft. Doch die Aufgabe ist lös­bar, wenn wir uns dem Licht Christi aussetzen und es fertigbringen, uns der Gnade zu öffnen, die uns zu neuen Menschen macht."72 Der Papst fügt noch hinzu: „In dieser Sichtweise steht auch die große Herausforderung des interreligiösen Dialogs, für den wir uns auch noch im neuen Jahrhundert auf der vom Zweiten Vatikanischen Konzil angegebenen Linie einsetzen werden."73 Und das besteht darin, setzt der Papst fort, dass „der Dialog jedoch nicht auf den religiösen Indiffe­rentismus gegründet sein kann. So haben wir Christen die Pflicht, ihn so zu entwickeln, daß wir das volle Zeugnis der Hoffnung, die uns er­füllt, vortragen."74 „Wir brauchen uns nicht zu fürchten, daß das eine Beleidigung für die Identität des anderen sein könnte, was frohe Ver­kündigung eines Geschenkes ist: eines Geschenkes, das für alle be­stimmt ist und das allen mit größter Achtung der Freiheit eines jeden angeboten werden soll."75 71 Verbum Domini 119. 72 Novo millennio ineunte 54. 73 Novo millennio ineunte 56. 74 Vgl. 1 Petr 3,15. 75 Novo millennio ineunte 56.

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