Folia Theologica 22. (2011)

Kocsis Imre: Die Gegenüberstellung des irdischen und des auferstandenen Leibe sin 1 Kor 15,44

Xcopa (pu^iKÓv - ocoga nveugaTiKÓv 31 „Der entschendende Faktor der Kontinuität zwischen der alten und der neuen Schöpfung ist die wunderbare Kraft des treu zu seinem ur­sprünglichen Schöpfungsplan und zu seinen Verheissungen stehenden Gottes."28 Andere Exegeten betonen auch die Diskontinuität, aber nicht im Sinne von einer creatio ex nihilo. F. Hahn äussert sich so: „Der Kerngedanke ist, daß der Mensch bei der Auferweckung von den To­ten zwar verwandelt wird, aber in seiner personalen Existenz bewahrt bleibt."29 Ich meine auch, daß in den V. 44 voranstehenden Vergleichen (besonders im Weinzkornglechnis) die trotz der verschiedenen Er­scheinungsformen bestehende Identität betont wird.30 Deshalb gibt es zwischen acopa qn)%iKÓv und acopa 7tveupaxiKÓv nicht nur Verschieden­heit, sondern auch Kontinuität: nicht im materiellen (molekularischen), sondern im personalen Sinn. Die Individualität derselben Person nimmt Gestalt in zwei aufeinander folgenden, aber qualitativ unter­schiedlichen Leibern. 28 Lang, F., Die Briefe an die Korinther, 235. 29 Hahn, F., Theologie des Neuen Testaments, I. Tübingen 2002.312. R. Bultmann meint auch, daß „Paulus das menschliche Wesen als solches (in seiner on­tologischen Struktur) als unveränderlich ansieht". Bultmann, R., Theologie des Neuen Testaments, 199. 30 Die Gleichnisse werden anders interpretiert von Janssens, C, Mit welchem Körper werden wir auferstehen? Auferstehung und Neuschöpfung in 1 Kor 15, in BiKi 64/2 (2009) 93-98.

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