Folia Theologica 18. (2007)

Mihály Kránitz: Heilige Elisabeth (1207-1231) als Vertreter des Treffens der verschiedenen christlichen Kulturen in Thüringen im 13. Jahrhundert

HEILIGE ELISABETH ALS VERTRETER DES TREFFENS 125 trotzdem möchte ich über sie einiges sagen. Mutter Teresa ist am 27. August 1910 in Skopje, in Albanien, als Agnes Gonxha Bojaxhio geboren. Sie wurde von ihrer Eltern sehr religiös erzogen. Schon im Alter von zehn Jahren entschied sie sich für ein Leben als Nonne. Im Alter von 18 Jahren nahm sie im Orden der Schwestern von Loreto den Namen der heiligen Teresa von Lisieux, der Patronin der Missionare auf. Noch im selben Jahr hat sie sich entschlossen, als Missionar in Indien zu arbeiten. In ihrer Person sind wir wieder beim Treffen der verschiedenen Kulturen. Aus einer traditionalisch europäischen, katholischen Um­gebung gerät sie in die äusserst farbliche Kulturwelt von Indien. Sie sagte: „By blood, I am Albanien. By citizenship, an Indien. By faith, I am a catholic nun. As to my calling, I belong to the world. As to my heart, I be­long entirely to the Heart of Jesus. "19 Zuerst fuhr sie nach Darjeeling, in das Haus des Loreto-Ordens, dann unterrichtete sie in einer katholischen Mädchenschule beina­he 20 Jahre lang Geographie und Religion. Im Jahre 1946 fuhr Schwester Teresa mit dem Zug nach Darjeeling, als sie durch eine innere Stimme aufgefordert worden ist, ihr Leben für die Armen zu opfern: „Du sollst Gott unter den Armen der Ärmsten dienen." In der Gestalt von Mutter Teresa ist der Geist der heiligen Elisa­beth wieder lebendig, die auch die Berufung hatte, alles, letztend­lich auch das Leben für die Armen zu geben. 1946 gründete sie in einem Elendsviertel von Kalkutta ihre erste Schule, dann lernte sie den Beruf der Krankenpflegerin aus. Zu die­ser Zeit begann sie ihr bekanntes Gewand, den weissen Sari mit blauen Streifen zu tragen. Im Jahre 1952 begründete sie den Orden der Missionarinnen der Liebe. Sie pflegte die Armen und Kranken von Kalkutta. Sie ver­suchte jedem Hinfälligen und Sterbenden zu hilfen, in jedem hat sie Gottes Kind gesehen. Sie linderte die Leiden der Lepra- und Aids-Kranken, und - wie vor 800 Jahren die heilige Elisabeth - bete­te für sie und mit ihnen, damit sie in Frieden und mit Würde diese Welt verlassen können. 19 Beatificazione di Madre Teresa di Calcutta. Piazza San Pietro, 19 ottobre 2003, Tipográfia Vaticana 2003, 12.

Next

/
Thumbnails
Contents