Folia Theologica 17. (2006)
Ciril Sorč: Gott und das Leid bei Hans Urs von Balthasar
GOTT UND DAS LIED BEI H. U. VON BALTHASAR 225 höchster Liebe zu verwandeln. Höchster Liebe nicht nur des sich Hingebenden, sondern auch dessen, der ihn hingibt: 'So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab' für sie (Joh 3,16), um sie durch ihn, der zum Träger aller Schuld wird, mit sich zu versöhnen (2 Kor 5,19-21). Das ist die christliche Botschaft, wie das Neue Testament sie verkündet, und nur sie in ihrer Gänze kanxa ein Licht werfen auf unser Problem: Gott und das Leid."78 Und noch etwas: Der erlösende Eintritt des Sohnes in die Welt in das Hinabsteigen in das Reich der Toten, haben ihre Vollendung im „Gang" zum Vater. Aber nicht ohne uns! Ohne Verherrlichung würde das Drama in eine Farce ausarten. Eines bleibt jedoch: die Kenőse. Die Ewigkeit wird nicht an Dramatik verlieren, denn das ewige, liebende Schenken hat die trinitarische Dimension und so unerschöpflig ist. Nach der Ur-Kenose der immanenten Trinität am ewigen Anfarrg und der Erlösungs-Kenose in der Schöpfung und in der Geschichte, kommt Verherrlichungs-Kenose in der Dinamik der ewigen Zukunft. 78 H. U. V. BALTHASAR, Die Antwort des Glaubens, 91-92.