Folia Theologica 16. (2005)
Tamás Tóth: Clemens VIII. und der Lange Türkenkrieg in Ungarn
LANGE TÜRKENKRIEG IN UNGARN 219 reich und Kroatien; so öffnete er die Straße nach Italien. Murad machte es im Vergleich zu seinen Vorgängern, die via Meer angriffen, anders: er kam an Land wie die Goten, Vandalen und Hunnen. Er belegte erst Friuli. Die Türken eroberten einen großen Teil - sie schämen sich seitdem, dass sie nicht mehr erobern wollten; es wäre leicht gewesen. [7] ln Konstantinopel sagte man ihm, dass der Friede mit Italien, das von osmanischen Territorien umgeben ist, nötig sei. Überlegungen zu den Verhältnissen zu Moskau und zu Persien. [8] Murad begann einen dreizehn-jährigen Krieg mit Persien, wo er sich den größten Teil Persiens unterwarf, so auch die Christen in Georgien. Die Tataren mussten Tribut zahlen. Die Türken waren im Vergleich zu den Persern in der Überzahl. [9] Die Osmanen sind sehr nahe. Sie bezwingen Polen, um einen Tribut zu zahlen. Die christlichen Fürsten (auch Moskau) versuchen, mit den Türken den Frieden zu halten. [10] Der Papst weiß wohl dieses alles, weil er selber in Polen als Legat war. Als gewählter Kirchenfürst soll er die Christen verteidigen und unter den zerknirschten Ländern die Union suchen, wie es seine Vorgänger auch taten. [11] Der Kronprinz steht gegen seinen Vater in der Türkei. Er hat aber auch eine große Kriegslust. Sein primäres Ziel ist, Italien zu besetzen, das von den Osmanen favorisiert ist: sogar in Konstantinopel spricht man Italienisch. Die neuen Angriffe: mit dem Verlust von Bihaæ sind 25.000 Seelen verloren gegangen. Das ist nur der Beginn, aber die Offensive und das Leiden der Menschen hören nicht auf. [12] Der Papst sah schon die Schwierigkeiten, die zwischen den christlichen Fürsten bestanden, als er Legat zwischen Kaiser und polnischem König war. Moskau nahm schon damals Kontakt mit Gregor XIII. und István Báthory auf. Prälaten und Nuntien sollten sich um eine Liga im Namen des Papstes kümmern. Eine Liga, an der Moskau und Persien auch beteiligt sind, ergebe einen Krieg von allen Seiten. [13] Durch die Teilnahme Spaniens und Venedigs könnte man die Osmanen vom Meer aus angreifen. [14] Eine solche gemeinsame Liga könnte gegen Häretiker und Ungläubige mit Erfolg auftreten, und so würde sie den katholischen Glauben loben. [1] A TOCCATO SI BENE VOSTRA BEATUDINE Ncl primo ingresso del Suo Pontificato tutti i Rcgistri dcll'Officio Pastorale, et sopra tutti puello clic importa alla diffesa della Religione contra il Tureo, devoratore, et destruttore d'essa: procurando di unire i Prencipi Christiani contra di lui, die non si pud à bastanza lodarc, non ehe desiderare, ö maggiorc peritia ö maggiorc zelo; Onde si come cgl'c superfluo, clic altri la sproni, ô in- struisca, cosi pare obligato ogni Christiano con quel talento, ehe Dio gTha dato di aiutar, et servire à cosi pia, et salutifera intentione; et specialmente colui, cITha dclle cose Turcheshc qualche particolarc cognitione, et cspe- rienza.