Dr. Murai Éva szerk.: Parasitologia Hungarica 21. (Budapest, 1988)

Parasit, hang. 21.1988 Beiträge zur Parasitenfauna der wildlebenden Wiederkäuer Ungarns. II. Aufbauentwicklung des Parasitenbefalles bei Rehen (Capreolus c. capreolus) Dr. Erich KUTZER 1 —Dr. László SUGÁR 2 — Dr. Sabine BUCHACHER-TONITZ 3 Institut für Parasitologic und Allgemeine Zoologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien," 3 Österreich — Fakultät für Tierzucht Kaposvár 2 der Agranvissenschaftlichen Universität Keszthely, Ungarn "Beiträge zur Parasitenfauna der wildlebenden Wiederkäuer Ungarns. II. Aufbau­entwicklung des Parasitenbefalles bei Rehen (Capreolus c. capreolus)" - Kutzer, E. - Sugár, L. - Buchacher-Tonitz, S. - Parasit, hung., 21± 85-97. 1988. ABSTRACT. "Contributions to the parasite fauna of Hungarian game Ruminants. II. Dynamics of parasite infection of roe deer (Capreolusi c. capreolus]". - The prevalence and intensity of some parasites of three roe deer populations were in­vestigated in deer 2-24 months old in relation to the afforestation rate of the hab­itat and deer population density. The overall prevalence of abomasal trichostron­gylid nematodes was 95. 5% and that of intestinal nematodes 65. 4%. The most common species were: Ostertagia leptospicularis (81. 9 %), Spiculopteragia böhmi (77.3%), and Skrjabinagia kolchicida (74.2%). The main intensity was low: low­est in deer 2 months old, the highest in 14-16 months old. It is concluded that the parasite burden is mainly affected by the afforestation of the habitat but less so by the density of the roe deer population. KEY WORDS: Nematodes, roe deer, Capreolus capreolus, prevalence, main in­tensity, parasite burden. Über die Parasitenfauna des Rehes (Capreolus c. capreolus) und die Epidemiologie des Pa­rasitenbefalles wurden bereits zahlreiche Untersuchungen angestellt (JANSEN, 1958; DROZDZ, 1965, 1966; DUNN, 1965; KNAUS, 1967; KUTZER und HINAIDY, 1969; KUTZER und KNAUS, 1969; DOLLINGER, 1973; HAUPT und STUBBE, 1973; PROSL, 1973; AND­REWS et al., 1974; DINGELDETN, 1977; FIMMEN, 1977; KUTZER et al., 1988; u.a. Nur unzureichende Angaben finden sich jedoch über die Entwicklung des Aufbaues eines Parasiten­befalles vom Kitzalter an. Das Hauptinteresse dieser Untersuchungen lag daher darin, fest­zustellen, wie sich ein Parasitenbefall aufbaut und inwieweit das Alter der Tiere und die ver­schiedenen Reviere (Biotope), die den Tieren ganz unterschiedliche Lebensbedingungen bie­ten, Einfluss auf die Befallsextensität und -intensität haben. MATERIAL UND METHODE In drei verschiedenen Jagdgebieten Ungarns - Babát, Árpádhalom, Pitvaros (s. Abb. 1) ­wurden zwischen Jänner 1981 und Oktober 1984 70 Rehe im Alter von zwei Monaten bis zwei Jahren erlegt. Bereits am Erlegungsort erfolgte die Feststellung der Befallsextensität und -intensität mit Sarcocystis spp., Bandwurmfinnen, Leberegeln, Lungenwürmern, Setarien und Ektoparasiten, wobei der Befall mit Sarcocystis spp. und Ektoparasiten subjektiv mit gering- mittel- und hochgradig bewertet wurde. Weiters wurden Alter, Geschlecht, Körper­gewicht (unaufgebrochen) und Ernährungszustand festgehalten. Von den 70 Rehen stand in 33

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