Dr. Murai Éva szerk.: Parasitologia Hungarica 13. (Budapest, 1980)

Befallenheit (= E) (befallene Vögel in % sämtlicher Vögel) und die Intensität der Befallenheit (= I) (Gesamtzahl der Parasiten/Gesamtzahl der befallenen Vögel). Die gesammelten Vögel wurden voneinander isoliert aufbewahrt, trotzdem nehmen wir an, dass die an einigen Haubentaucher-, Rothalstaucher-, Nachtreiher-, Stockente-, Pha­san-, Fluss-Seeschwalbe- und Nebelkrähe-Exemplaren gefundenen Federlinge "Deserteure" waren, die von fremden Wirtstieren auf die erwähnten Vögel über gewandert sind. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurden insgesamt 584 Exemplare (187 §, 158 o_, 239 sex?) von 109 Vogelarten untersucht, die an 46 Fundorten des Donau-Deltagebietes und dessen unmittelbarer Umgebung gesammelt wurden (eine Umrisskarte ist bei RÉKÁSI und KISS, 1977 zu finden). Von den 584 Exemplaren der 109 Vogelarten waren 56 Exemplare von 29 Vogelarten (26, 6%) durch Federlinge nicht befallen. Von den 528 Exemplaren der 80 als Wirtstiere fungierenden Vogelarten waren 387 Exemplare befallen (73,2%). Nicht befallen waren die Exemplare von folgenden 29 Vogelarten (14(5, 10 <j>, 32 sex?): Gavia stellata (l Exemplar), Podiceps ruficollis (1), Sula bassana (1), Ardea cinerea (1), Ardeola ralloides (4), Cygnus olor (1), Mergus albellus (2), Haliaëtus albicilla (1), Circus cyaneus (2), Rallus aquaticus (2), Squatarola squatarola (2), Gallinago gallihago (4), Apus apus (1), Alcedo atthis (5), Dendrocopos maior (1), Dendrocopos minor (1), Oriolus oriolus (3), Corvus corone (2), Garrulus glandarius (1), Parus palustris (1), Remiz pendulinus (4), Turdus merula (1), Acrocephalus scirpaceus (2), Acrocephalus palustris (1), Lanius excubi­tor (1), Chloris chloris (3), Carduelis carduelis (2), Fringilla coelebs (3), Emberiza schoe­niclus (2). Ein zweijähriges Sula bassana Exemplar (sex?) wurde aus der Umgebung von Cape Town auf dem Bord eines Fischdampfers in tiefgekühltem Zustand im August 1976 nach Tul­cea eingeliefert. Ein Aquila pomarina Weibchen wurde in verwundetem Zustand aus Italien (Legnano, Umgebung von Milano), von einer Rekonditionierungs station nach Maliuc weiter­gesandt. Am 12. April 1977 wurde derselbe Vogel von sämtlichen Parasiten befreit, freige­lassen. Dieses Material kann im weiteren noch sehr nützlich sein, denn wir kennen den Ort der Freilassung des Tieres, und es ist zu erwarten, dass wir gegebenenfalls auch über ei­nen weiteren Befall (z.B. auf dem afrikanischen Überwinterungsort) Angaben erhalten wer­den. Die 4 Exemplare die Art Alectoris graeca (ojj>) stammen aus der Zucht Maliuc. Die Zucht­tiere würden 1972 von Oradea eingeführt. Die gesammelten Federlinge wurden unter Zuhilfenahme unserer eigenen Artkollek­tion sowie aufgrund eines Vergleiches mit den Präparaten des Museologen BRELIH aus Ljub­jana bestimmt. Was nun die Benennung der Federlinge betrifft, wurden folgende Arbeiten in Betracht gezogen: HOPKINS and CLAY: Checklist of Mallophaga (1952), hinsichtlich der No­menklatur der Wirtsvögel KEVE: Nomenciator avium Hungáriáé (1960), sowie TALPEANU and PASPALEVA: Die Vogelwelt des Donau-Deltas (1973). UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE 1. Ökologische Beobachtungen. Unter den zur Untersuchung vorliegenden Vögeln be­fanden sich 2 3 verwundete Exemplare (Tiere mit einem Fuss, gebrochenem Flügel-usw. ). Ungefähr ein Drittel aller gesammelten Federlinge (1831, pro Vogel im Durchschnitt 80) schmarotzten auf diesen Wirtstieren. Diese Angaben unterstützen unsere Vermutung, wonach verwundete Vögel in grösserem Masse von Federungen befallen werden, als ihre gesunden Artgenossen. Es konnte beobachtet werden, dass Vögel, die am Flügel verwundet waren, weniger durch Ektoparasiten befallen werden als jene, die an einer Verwundung des Schna­bels oder Fusses gelitten hatten (Tabelle 1). Vögel, die am Flügel verwundet sind, aber trotzdem in gutem Ernährungszustand waren, wurden weniger befallen. Die Federlinge ver­mehren sich vor allem an Vögeln, deren Widerstandskraft herabgesetzt war und die sich in einem schlechten Ernährungszustand befanden. Vögel, die schwer erkrankt sind, z.B. an einer Gangraena, TBC, Paralyse, Di­arrhoe usw. , werden von den Ektoparasiten verlassen. Von einer Wachtel, die an einer Stromleitung verwundet wurde, haben Ameisen die Federlinge abgelesen. Es konnte beobach­tet werden, dass an einem Rotreiher, dessen rechter Fuss im Femur gebrochen war, Feder­linge nur auf den Schwingen des linken Flügels gefunden werden konnten. Ein an Leukose er-

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