Dr. Kassai Tibor - Dr. Murai Éva szerk.: Parasitologia Hungarica 7. (Budapest, 1974)

Auch anderswo, so fanden wir z.B. in der Skelettmuskulatur, in den Zungenmuskeln, im Zwerchfell, in den Augenmuskeln, in der Schleimhaut des Dünndarms und im Schlund Krankheitserreger ,aber ohne, dass eine entzündliche Veränderung in ihrer Umgebung ent­standen wäre . Gewebstücke ,die aus dem Hirn- und Rückenmark, Herz- und Zwerch­fellmuskel der Kadaver der 10 Tage lang krank gewesenen beiden Känguruhs genommen wurden, haben wir an eine solche Jungkatze verfüttert, deren Darmkot bei den vorherigen und wiederholten Kontrolluntersuchungen keine Toxoplasma-Oozysten enthielt. Am 7. Tag nach der Aufnahme des Infektionsmaterials begann die Katze mit ihrem Darmkot Oozysten von T. gondii zu entleeren. Mit den aus dem Darmkot der Katze gewonnenen Oozysten ist es uns gelungen Mäuse oral zu infizieren. Der Toxoplasma-Stamm wurde in diesen Mäusen erhalten, in deren Gehirn sich Toxoplas­ma-Zysten ungefähr am 14. Tag nach der Infizierung in grosser Zahl ausgebildet haben. Beim Suchen nach der Infektionsquelle fiel der Verdacht bei der Lokalerhebung, die in den Tagen nach Verendung der Känguruhs abgehalten wurde, auf den aus mehreren Räumlichkeiten bestehen­den Futtermittel-Speicher und auf die Futterdiele. Es ist uns auch gelungen, einige Oozysten von T . gondii in dem in den obi­gen Räumlichkeiten gesammelten eingetrockneten Katzendarmkot und im frisch gesammelten Darmkot eines Mitgliedes (der Katzen­mutter) der ebendort geduldeten Katzenfamilie nachzuweisen. Die künstliche orale Infektion mit dem aus dem Darmkot gewonnenen Oozysten führte bei Mäusen ebenfalls zu positiven Ergebnissen, die durch die in ihrem Gehirn angesiedelten Toxoplasma-Zysten bewiesen wurden. Die Ergebnisse der angeführten Untersuchungen weisen eindeutig darauf hin, dass die gleichzeitige und schwere Infektion der Känguruhs durch die Futteraufnähme , wahrscheinlich des Kraft­futters, erfolgte, welches im Futterhaus mit dem Oozysten von T. gondii enthaltenden Katzendarmkot verschmutzt war. Die In­fektion wurde auch durch die gewöhnliche und alltägliche Ar-

Next

/
Thumbnails
Contents