AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1984-1985. Budapest (1992)

II. Az OSZK történetéből és munkájából - Németh Mária: Aprónyomtatványok az Országos Széchényi Könyvtárban 1918-1944 - Kleindrucke in der Széchényi Nationalbibliothek 1918-1944

KLEINDRUCKE IN DER SZÉCILÉNYI NATIONALBIBLIOTTIEK 191&-L944 M. NÉMETH Die Széchényi Nationaibibliothek sammelte seit ihrer Gründung alle in ihren Besitz gekommenen Kleindrucke, und seit Ende des vorigen Jahrhunderts auch die Plakate. Diese konnten aber wegen Perso­nalmangel nicht mit nötiger Sorgfalt bearbeitet werden. Während des ersten Weltkrieges wurde in der Bibliothek eine sogenannte Kriegssammlung aufge­stellt, 1919 ist eine selbständige Sammlung der Dokumente der Ungarischen Räterepublikzustandegekom­men. Diese zwei Sondersammlungen wurden lange Zeit hindurch planmässig entwickelt. In diesen Samm­lungen wurden natürlich sehr viele Kleindrucke und Plakate untergebracht, infolgedessen wurde die wahre Bedeutung dieser Druckarten von den Bibliothekaren erkannt. Die Plakate der Ungarischen Räterepublik (1919) repräsentieren ein hohes künstlerisches Niveau. Es kommt wohl daher, dass die Leitung der Bibliothek in den 20er Jahren vor allem auf die Bearbeitung der Plakate drängte. Den Kleindrucken wurde weniger Aufmerksamkeit geschenkt, der Sammelkreis dieser Ausgaben ist noch nicht eindeutig bestimmt worden. Die Einlieferung der Pflichtexemplare war auch mangelhaft, die Bearbeitung - in der sogenannten Sammlung der Druckwerke - wurde auch vernachlässigt. Es bestanden Speicherungsschwierigkeiten, die Kleindrucke konnten teilweise nur in Kisten gepackt, in Kellern aulbe­wahrt werden. Während der Amtszeil des prominenten Direktors József Fitz, kam es im Jahre 1935 zur Gründung einer selbständigen "Kleindruck- und Kartensammlung". Obgleich er diese Organisation nicht als endgültig betrachtete (die Kartensammlung wurde in kurzer Zeit zu einer selbständigen Abteilung), hat er die Mög­lichkeiten der Ansammlung, der Bearbeitung, der fachgemässen Speicherung und die Funktionsbedingun­gen gesichert. In den letzten Jahren des zweiten Weltkrieges geriet die Bibliothek in eine schwierige Lage, die Er­haltung des bewährten Arbeitslaufes wurde unmöglich, die regelmässige Tätigkeit-auf Grund der bisheri­gen Methoden - sowie die Systematisierung und die Bearbeitung der heute schon fast drei Millionen Ein­heiten umfassenden "Plakat- und Kleindrucksammlung" (damalige Benennung: Plakatsammlung, Einblatt­und Kleindrucksammlung) konnte nur nach dem Jahr 1945 aufgenommen! werden. 234

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