AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1979. Budapest (1981)

III. Könyvtörténeti és művelődéstörténeti tanulmányok - Borsa Gedeon: A csízió ellenlábasai és utóélete - Die Gegenstücke des Cisio-Janus und sein Nachleben

jelentősége a kiegyezést követő liberális korszakban ? Kik voltak a magyar népkönyvek legfontosabb megjelentetői ? Mint tevődött át ezek súlypontja Pest-Budára? De még tucatszámra lehetne sorolni a további szemponto­kat. Jó lenne, ha e sorok kellően megvilágították volna a feltárás, ill. annak eredményeit megörökítő írás indítékait. Az olvasók remélhetőleg valóban haszonnal forgatják majd e tanulmányokat és nézegetik illusztrációit. DIE GEGENSTtiCKE DES CISIO-JANUS UND SEIN NACHLEBEN G. BORSA Die in den drei vorherigen Jahrbüchern der Széchényi Nationalbibliothek erschie­nenen Aufsätze fcefassten sich zuerst mit dem Zustandekommen des ungarischen Cisio-Janus, mit seiner Veiöffentlichungsgeschichte, wonach die Überarbeitungen besprochen wurden. Dieses vierte Schreiben beschäftigt sich mit den Gegenstücken des Cisio-Janus und mit seinem Nachleben. Als Gegenstücke sind diejenigen Veröffentlichungen zu betrachten, die zur Blütezeit des Cisio-Janus zwecks seiner Verdrängung erschienen sind. Man trachtete ihn im Dienste der allgemeinen Volksaufklärung mit ähnlichen Schriften zu ersetzen. In diesem Teil wird auch die — hauptsächlich von der Aufklärung bedingten und offiziell ausgeübten — gegen den Cisio-Janus gerichtete zeitgenössische Kritik be­handelt. Das „Calendarium perpetuum" von David Fröhlich (Bártfa = Bartfeld = Bardejov, 1639) war eine ar.epnachsvolle und mit seiner lateinischen Sprache mehr den gebilde­ten Schichten zugedachte Veröffentlichung. Das „Calendarium oeconomicum perpe­tuum" von János Lippay (Erstveröffentlichung: Nagyszombat = Tirnau = Trnava, 1662) wurde schon in ungarischer Sprache geschrieben und es trachtete hauptsächlich auf dem Gebiet der Landwirtschaft in viel nützlicherer Weise, als der Cisio-Janus, den Leser zu unterweisen. Binnen fast einem Jahrhundert erschien dieses von den Jesuiten unterstützte Werk in ihrer Betrauung in mehreren Auflagen. „Huszonöt esztendőre szegődött házi s mezei szolga" (Für fünfundzwanzig Jahre verdingter Haus- und Feldknecht", Vác = Waitzen, 1797) ist der Titel derjenigen Zusammen­stellung, der sich ausdrücklich auf den Cisio-Janus stützte, aber mit seinem ausgejäte­ten und ergänzten Text offensichtlich zum Verdrängen dessen verfertigt wurde. Der Zusammensteller des ohne Autor erschienenen Werkes war wahrscheinlich Antal Veszelszki, sein „Száz esztendős kalendáriom" („Hundertjähriges Kalendárium", Pest, 1799) ist als Fortbildung des vorhergenannten Werkes zu betrachten. Die Veröf­fentlichung wurde mit neueren und für nützlich gehaltenen Themen ergänzt. Zwischen den Jahren 1803 und 1837 erschienen in Pest höchtswahrscheinlich auf deutsche Vorläufer gestützt noch weitere hundertjährige Kalender. Einer der letzten von den immerwährender-kalenderartigen landwirtschaftszentrischen Schriften, die noch als Gegenstück des Cisio-Janus betrachtet werden können, ist im Jahre 1832 und 1834 unter dem Titel „Folyvást tartó mezei és kerti kalendáriom" („Fortlaufender Feld­und Gartenkalender", Kassa = Kaschau = Kosice) erschienen. Der ungarische Cisio-Janus, dessen Text sozusagen erstarrte, wurde mit dem langsamen aber ständigen Zunehmen der allgemeinen Kenntnissen immer mehr überholt und unzulänglich. Um ihn im Leben zu erhalten, wurde seine Umarbeitung immer unausschiebbarer, worüber der vorige, dritte Aufsatz berichtete. Die andere Lösung desselben Zweckes war, mehr oder weniger, die noch brauchbar erscheinenden Elemente — einschliesslich xlie Illustrationen — in anderen mit Wahrsagen sich beschäf­tigenden Volksbüchern weiterleben zu lassen. Ausgezeichnet bewährte sich dafür das Traumbuch (Álmoskönyv). Solche Veröffentlichungen erschienen fortlaufend seit den siebziger Jahren neunzehnten Jahrhunderts. Die sich mit Volksbüchern beschäf­517

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