AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1973. Budapest (1976)

II. Az OSZK gyűjteményeiből és történetéből - Kovács Ilona: Adatok az Országos Széchényi Könyvtár állománygyarapodásának alakulásához a két világháború között - Angaben über den Bestandwuchs der Széchényi Nationalbibliothek zwischen den beiden Weltkriegen

Angaben über den Bestandwuchs der Széchényi Nationalbibliothek zwischen den beiden Weltkriegen Die Nationalbibliothek versuchte in den Jahrzehnten zwischen den beiden Welt­kriegen mit immer schwieriger werdenden materiellen Sorgen kämpfend ihrer Haupt­aufgabe nachzukommen. Die schwere wirtschaftliche Lage hat die Möglichkeiten der Bestandentwicklung Ungünstig beeinflusst. Den wichtigsten Basis des Bestandzuwuchses bilden die Pflichtexemplare. Im Laufe der Jahre wurde leider das Prozent der gekauften Bücher immer weniger. Die Analyse der Akzessionsinventare der für die ganze Zeit ziemlich charakteristi« sehen Jahre 1930—1931 kennzeichnen genügend die Lage. Nach den Angaben beider Jahren waren die Prozente der als Geschenk ange­kommenen Bücher viel grösser als die der angekauften; im Jahre 1930 war der Ankauf nur 20,7% und im Jahre 1931 nur 8% des als Pflichtexemplar erhaltenen Stoffes; das heisst, die Bibliothek wählte nach ihrem Bedarf und Ansprüchen nur in einem so kleinen Prozent. Sowohl die angekauften wie die geschenkten Werke stammen teilweise von Institutionen, teilweise von Privatpersonen. Die verschiedensten inländischen und ausländischen wissenschaftlichen und kulturellen Institutionen und Vereine sandten regelrecht ihre Publikationen der Nationalbibliothek. Laut der Archivdokumente erhielt die Bibliothek in einem hohen Zahl Angebote zum Bücherkauf von Privatpersonen. Diese Angebote wurden selten realisiert. Die Bibliothek reflektierte am häufigsten auf Angeboten von Hungarica. Im Bestandwuchs spielten eine bedeutend grössere Rolle die Geschenke einzelner Personen als der Ankauf von ihnen. Oft sandten Verfasser ihre Werke der National­bibliothek Széchényi. Auch das Landeszentrum für Bücherverkehr und Bibliographie, das den inter­nationalen Tausch zu dieser Zeit versorgte, trug zum Bestandwuchs bei. Auf diesem Wege erhilten wir Publikationen der Nachbarländer und ausländische Hungarica. Die Nationalbibliothek Széchényi versuchte aber auch eigene Verbindungen anzu­knüpfen. Trotz bescheidenen materiellen Möglichkeiten versuchte die Bibliothek mit ehr­würdiger Mühe die fehlenden Werke einzusammeln. 140

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